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KULTUR

Vier Filme, die dieses Jahr 30 werden

Streamingtipps für die ganze Woche! [Foto: Canberk Köktürk]
30.09.2021 10:27 - Canberk Köktürk

Wie die Zeit vergeht! Diese Kultklassiker der Filmgeschichte haben 1991 ihre Premiere gefeiert. Zum 30. Geburtstag haben wir euch diese vier Streamingtipps rausgesucht – Film ab!

Night on Earth 

Jim Jarmuschs Night on Earth ist vielleicht einer der speziellsten Episoden-Filme, die es in der Geschichte Hollywoods gibt. Jarmusch erzählt die nächtlichen Fahrten von fünf Taxi-Fahrer:innen in Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki. Dadurch, dass die Episoden alle im Taxi stattfinden, ist die Dramaturgie des Films hauptsächlich auf die zufällige Begegnung völlig fremder Menschen in großen Städten aufgebaut. Die Nacht und der Zufall sind das Einzige, was die Episoden in den verschiedenen Städten verbindet. Sonst gibt es keinen roten Faden. Dabei haben die Geschichten auch keine großen Lektionen. Sie zeigen nur eine Momentaufnahme verletzlicher Individuen in der Nacht. Die starke Besetzung um Winona Ryder, Roberto Benigni und Armin Mueller-Stahl macht den Film von Jim Jarmusch zu einem besonderen Erlebnis, das nachhaltige Gefühle bei den Zuschauer:innen lässt.

Regie: Jim Jarmusch
Darsteller:innen: Winona Ryder, Armin Mueller-Stahl, Giancarlo Esposito, Isaach De Bankolé, Roberto Benigni

The Doors

Zwanzig Jahre nachdem Jim Morrison in Paris starb, entschied sich Oliver Stone, einen auf wahren Begebenheiten basierenden Spielfilm über die legendäre Psychedellic Rockband The Doors zu drehen. Auch wenn der Film teilweise die Biografie überspitzt darstellt, fängt der Regisseur die Zeit um den Vietnam-Krieg, Nixons Präsidentschaft und Woodstock überragend ein und ordnet die Rolle der Band ein. Der Film erzählt die Entstehung der Band, zeigt Konzertausschnitte, die Beziehung zwischen Jim Morrison und Pam Courson sowie einige wundervolle visuelle Drogentrips gemeinsam mit der Band. Der Soundtrack des Films ist natürlich überragend, da er aus den Songs von The Doors besteht. Ob Riders on the Storm oder The End, alle Klassiker der Band sind zu hören. Das Besondere am Soundtrack: Hauptdarsteller Val Kilmer hat die Songs selbst vertont und trifft jeden Ton. Die Ähnlichkeit mit Jim Morrisons Stimme ist beeindruckend.

John Singletons Boyz n the Hood ist ein Paradebeispiel des New Black Cinema Genres.

Regie: Oliver Stone
Darsteller:innen: Val Kilmer, Meg Ryan, Kyle MacLachlan, Kevin Dillon, Michael Madsen

Barton Fink

Die Coen-Brüder sind bekannt für ihre skurrilen und seltsamen Filme. Und dieser Film gehört definitiv zu ihren groteskesten Werken. Barton Fink ist ein Theaterautor im New York der 40er Jahre. Als sein Stück über die Arbeiterklasse ein riesen Erfolg am Broadway wird, soll er in Hollywood ein Drehbuch für einen seichten Film mit demselben Thema schreiben. Angewidert von der Idee, jedoch begeiestert vom Budget, begibt sich Barton Fink auf eine Reise, die gespickt ist mit unangenehmen Begegnungen, Spannung, Einsamkeit, Tristesse und Mord. Die Macher von The Big Lebowski, Fargo oder A Serious Man zeigten in ihrem vierten großen Film, welchen Weg sie später einschlagen werden. Für Barton Fink gab es die Goldene Palme von Cannes für den besten Film, die Beste Regie, als auch für John Turturro als besten Hauptdarsteller. Barton Fink ist eine dunkle Komödie, die mit der kommerziellen Filmbranche abrechnet.

Regie: Coen Brüder
Darsteller:innen: John Turturro, John Goodmann, Judy Davis, Steve Buscemie, Tony Shalhoub

Boyz n the Hood

John Singletons Boyz n the Hood ist ein Paradebeispiel des New Black Cinema Genres. Das New Black Cinema ist eine Bezeichnung für Filme afroamerikanischer Regisseure der 80er und 90er, wie Spike Lee und John Singleton, die gesellschaftskritische Themen wie Diskriminierung und Rassismus behandeln. Dabei besetzen sie, anders als der damalige Mainstream, afroamerikanische Schauspieler:innen und stellten sie in den Mittelpunkt der Geschichten. Boyz in the Hood erzählt von der Geschichte junger afroamerikanischer Männer in South Central L.A., die von Gewalt und struktureller Benachteiligung geprägt ist. John Singleton gibt einem die Hoffnungslosigkeit seiner Protagonisten nachwirkend mit und liefert 30 Jahre später noch eines der wichtigsten Werke zum strukturellen Rassismus.

Regie: John Singleton
Darsteller:innen: Cuba Gooding Jr., Laurence Fishburne, Ice Cube

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