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KULTUR

Vier empowernde Bücher von Frauen (für Frauen*)

Empowerment durch Bücher [Fotos: Lena Janßen]
02.01.2021 18:07 - Lena Janßen

Empowerment und Support unter Frauen* hat in den letzten Jahren immer mehr Wichtigkeit erlangt und ist aus dem Feminismus nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund haben wir vier Bücher von vier großartigen Frauen herausgesucht, die Frauen* ermutigen, zu sich selbst zu stehen und sich für eine gleichberechtigte Welt stark zu machen.

Triggerwarnung: Essstörung und sexuelle Gewalt

1.  Madeleine Alizadeh – Starkes weiches Herz

Alizadeh, online bekannt als dariadaria, ist Bloggerin, Podcasterin, Aktivistin, Unternehmerin und seit geraumer Zeit auch Bestsellerautorin. Mit Starkes weiches Herz – Wie Mut und Liebe unsere Welt verändern können landete sie einen vollen Erfolg. In ihrem Buch stellt sie sich die kleinen und großen Fragen des Lebens: Bin ich zufrieden? Worauf lege ich Wert und wie stehe ich dafür ein? Was kann ich tun, um in dieser chaotischen Welt optimistisch zu bleiben? Dazu gibt sie den Leser:innen wertvolle Empfehlungen an die Hand, um das innere Zuhause in Einklang zu bringen und den Mut zu finden, sich für die wichtigen Dinge in diesem Leben stark zu machen: sich selbst (gerade als Frau*), Feminismus, Umweltschutz und gegen rechte Hetze. Dabei macht sie deutlich, dass es kein Widerspruch sein muss, ein starkes und ein weiches Herz gleichzeitig zu haben. Alizadeh sieht dies als Möglichkeit, der Welt mit Offenheit, Reflektiertheit und mit viel Liebe zu begegnen.

2.  Lena Dunham – Not that kind of Girl

Lena Dunham ist nicht nur Schauspielerin und die Erfinderin der Serie Girls, sondern auch die Autorin des Buches Not that kind of Girl – Was ich im Leben so gelernt habe. Auf humorvolle Weise nimmt sie die Leser:innen mit durch ihre Kindheit und Jugend, bis ins Jetzt. Sie berichtet schonungslos ehrlich von peinlichen Momenten aus ihrem Sexleben, von ihrer Zwangsstörung und Diätwahnsinn. Außerdem schildert sie bedrohliche Situationen in ihrem Leben wie die Vergewaltigung durch einen Kommilitonen, oder sie schreibt von alten weißen Männern in der Medienbranche, die über (körperliche) Grenzen gehen. Vor allem macht sie in ihrem Werk aber Mut, als Frau* zu sich selbst zu stehen und dem gesellschaftlichen Perfektionismus zu entsagen. Sie wird damit zur Stimme einer neuen, feministischen Generation von Frauen*. B2B69C4C-538A-458D-96BD-02DD99EF515B.jpeg

3.  Gunda Windmüller – Weiblich, ledig, glücklich – sucht nicht

Gunda ist Anfang dreißig, single und kinderlos. Aufgrund dessen wird sie als Frau immer wieder gesellschaftlich herabgestuft. In ihrer feministischen Streitschrift erzählt sie von Situationen in ihrem Leben, in denen ihr gesellschaftliches Umfeld sie für ihr Singledasein bemitleidet und in denen ihr nicht abgenommen wird, dass sie ein zufriedenes und glückliches Leben ohne einen Partner führt. Doch anstatt sich selbst die Frage „Was stimmt mit mir nicht?“ zu stellen, stellt sie die Frage zurück: Was stimmt in einer Gesellschaft nicht, in der die Scheidungsraten dauerhaft steigen, aber eine Paarbeziehung weiterhin als das Nonplusultra gilt? Um diese Frage zu beantworten, reist sie in die Vergangenheit und schaut sich Paarbeziehungen im Laufe der Zeit und die damit zusammenhängenden patriarchalen Strukturen an. Wer in ihrem Buch Tipps zur Beendigung des Singlelebens erwartet, sucht vergebens. Stattdessen ermutigt sie Frauen*, ihren Weg zu gehen. Sie sprengt mit ihren Analysen gesellschaftliche Ideale, das Versprechen nach dem partnerschaftlichen Glück und die Erwartungen an die eine große Liebe.

4.  Megan Jayne Crabbe – Body Positive Power

In ihrem Buch beschreibt Crabbe auf bewegende Art und Weise, wie sie in jungen Jahren an einer Essstörung erkrankte. Bereits im Alter von fünf Jahren entwickelte sie erste Probleme mit ihrem Gewicht und ihrem Körpergefühl, beeinflusst durch Werbungen im Fernsehen oder in Zeitschriften. Mit 14 Jahren war sie magersüchtig, angetrieben von dem gesellschaftlichen Ideal schlank zu sein. Nachdem sie in Behandlung ging und sich fürs Erste aus der Abwärtsspirale der Anorexie befreien konnte, folgten mehrere Jahre zwischen Diäten und Jojo-Effekten. Bis sie die Bewegung der „Body Positivity“ entdeckte und ihren Körper lieben lernte. In ihrem Buch beschreibt sie nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern nimmt auch weibliche und gesellschaftliche Schönheitsideale und die Diätindustrie unter die Lupe. Dabei erklärt sie kapitalistische Strukturen hinter Firmen, die Diätprodukte und Diätprogramme verkaufen, analysiert gesellschaftliche und mediale Einflüsse auf Frauen* und stellt dar, welchen Einfluss Body Shaming auf die Psyche nehmen kann. Zusätzlich bietet ihr Buch einige Übungen zur Selbstwahrnehmung des Körpers.
 

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