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KULTUR

„Stadt der Diebe”: Roman mit Suchtpotential

Wie wärs mit einem Roman statt Texten für die Uni?

[Foto: Gwendolyn Barthe]

08.07.2022 15:10 - Gwendolyn Barthe

Du hast genug von Uni-Texten, willst in eine andere Welt abtauchen und suchst noch das passende Buch? Hier gibt’s einmal im Monat einen Schmöker-Tipp aus unserer Redaktion. Dieses Mal: Der 2008 erschienene Roman „Stadt der Diebe” von David Benioff mit 381 Seiten.

Worum geht’s?

Draufgänger Kolja und und Schisshase Lew müssen, vom Schicksal zusammengewürfelt, im eisigen Russland des 2. Weltkriegs eine Mission für den sowjetischen Geheimdienst NKWD erfüllen. Auf ihrer Odyssee erleben sie Lebensgefahr und Lebensfreude. Auch ihre Beziehung ist ein Auf und Ab der Gefühle: Sie nerven und zoffen sich, sie teilen die letzten Brotkrumen miteinander und retten sich gegenseitig das Leben.

Warum solltest du es lesen?

Das Buch steckt voller Gegensätze: Kolja prahlt was das Zeug hält und feiert sich als Frauenheld, während Lew Selbstzweifel und unerwiderte Gefühle plagen. Die Gutherzigkeit der beiden Jungs prallt auf die Willkür des NKWD und die Grausamkeit deutscher Soldaten.  Hunger und Eiseskälte sind ihre ständigen Begleiter, sodass man sein warmes Bett und den vollen Kühlschrank mit jeder Zeile mehr zu schätzen lernt. Doch von Schwermut keine Spur. Eher bricht man in Lachen aus, wenn die Protagonisten sich mal wieder zanken oder über Frauen philosophieren. Je besser man die beiden kennenlernt, desto mehr gewinnt man sie lieb und fiebert bei all ihren Erlebnissen mit. Bis man auf der letzten Seite traurig wird, sie am nächsten Tag nicht wieder zu treffen.

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