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KULTUR

Niemand hat die Absicht Bundesliga zu spielen

Das Runde ins Eckige zu bekommen, scheint schwerer, als es klingt. [Foto: Pixabay.com]

10.05.2019 10:45 - Gastautor*in

Endspurt in den beiden höchsten Spielklassen Deutschlands Fußballlandschaft. Noch zwei Spieltage, 180 Minuten, bleiben, um die Saison zu krönen oder Richtung Abgrund zu schlittern. Doch Sprintqualitäten zeigen zurzeit die wenigsten Mannschaften – vor allem in Liga 2.

Ein Kommentar von Daniel Veutgen

Der Hamburger SV, früher fast schon wie durch übernatürliche Schiedsrichterentscheidungen an die Bundesliga gebunden, arbeitet bereits in seinem ersten Jahr in der 2. Bundesliga an einem neuen Mythos – dem, der Unaufsteigbaren. Den letzten Sieg gab es am 26. Spieltag, damals mit 50 Punkten noch auf Kurs Richtung Wiederaufstieg. Bis heute ist das Konto um drei mickrige Punkte gewachsen. Keines der vergangenen fünf Spiele konnte der HSV für sich entscheiden. Was das Ganze aber ad absurdum führt: Die Hamburger haben noch immer eine realistische Aufstiegschance.

Denn auch von der Konkurrenz hat anscheinend keiner so richtig Lust aufzusteigen. Verfolger Heidenheim, St. Pauli, Holstein Kiel und Union Berlin bringen es zusammen auf fünf Siege aus den vergangenen fünf Spieltagen. Und weil unter den Blinden der Einäugige eben König ist, steht auf einmal der SC Paderborn auf einem Aufstiegsplatz. Bis auf den Tabellenführer hat am vergangenen Spieltag keines der Teams der ersten acht Plätze gewonnen. Für Liga-Primus und gesicherten Aufsteiger 1. FC Köln waren es ebenfalls der erste Dreierpack nach zuvor vier sieglosen Spielen. Besonders kurios: Die Kölner feuern Trainer Markus Anfang und steigen durch die Niederlagen der Konkurrenz auf, noch bevor der neu verpflichtete André Pawlak das erste Mal an der Seitenlinie coacht.

Nicht nur in der 2. Bundesliga tun die Clubs gerade alles dafür, in der nächsten Saison nicht als Kanonenfutter des FC Bayern auf dem Weg zur nächsten Meisterschaft enden zu müssen. Auch in der Bundesliga hängen einige Mannschaften anscheinend nicht wirklich am Verbleib im Oberhaus. Schalke darf trotz Katastrophen-Saison jetzt schon den direkten Klassenerhalt feiern. Das aber auch nur, weil Hannover, Nürnberg und Stuttgart diese Saison so schlecht waren, dass dieses Kunststück sogar dem HSV gelungen wäre. Der Abstiegskampf früher entschieden als die Meisterschaft, wann gab es das eigentlich zuletzt? Nutznießer sind Mannschaften und Fans von zu Saisonbeginn stets als Abstiegskandidaten gehandelten Vereinen wie Düsseldorf, Freiburg oder Augsburg.

Mit unbequemen Fragen über die Gründe für das schlechte Abschneiden werden sich die Vereine ausgiebig beschäftigen müssen. Sei es mangelnde Fitness, die Moral der Spieler oder das Hinterfragen des eigenen Investors, der beim HSV mit seiner Aussage, er glaube nicht an den direkten Wiederaufstieg, die erst Niederlagenserie eingeleitet hat. Ähnlich in der Kritik steht auch Hannovers Mäzen Martin Kind. Nur wer auf diese Fragen eine passende Antwort findet, stellt die Weichen erfolgreich für die nächste Saison um.
 

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