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KULTUR

Der Teufel trägt Sparda

[Foto: Erik Körner]

18.03.2019 11:35 - Erik Körner

Während der Microsoft-Pressekonferenz wurde auf der letztjährigen Electronic Entertainment Expo (E3) Devil May Cry 5 angekündigt – zur Überraschung vieler Fans. Letzte Woche erschien der neueste Ableger rund um die Nachkommen des Dämonenritters Sparda und hat bewiesen, wie wichtig Titel wie diese für die Videospielindustrie sind.

Devil May Cry 1 stellte vor 18 Jahren die Geburtsstunde eines ganzen Genres, den Character Action Games, dar. Dabei handelt es sich um Spiele, deren Fokus auf einem kombobasierten Kampfsystem liegt. Ziel dieser Titel ist es,  Gegner*innen so kreativ und stilvoll wie möglich zu beseitigen, idealerweise ohne dabei selbst getroffen zu werden. Deswegen werden Titel des Genres häufig für ihren hohen Anspruch an ihre Spieler*innen gelobt.

Mit Devil May Cry 5 beweist Entwickler Capcom erneut, weswegen sie die Meister*innen ihres Handwerks sind. Dante, Hauptprotagonist von Devil May Cry 1 bis 3, verfügt im fünften Teil über insgesamt 12 Nah- und Fernkampfwaffen, alle mit eigenen Combos. Hinzukommen seine bereits aus früheren Ablegern bekannten vier Kampfstile, die ebenfalls spezifische Fähigkeiten mit sich bringen. Den Abschluss stellen seine zwei Devil-Trigger-Formen dar, die ihm unter anderem einen temporären Kraftbonus geben. Wie die Spieler*innen von Devil May Cry 5 all diese Dinge miteinander kombinieren, um ihre Gegner*innen zu bezwingen, ist vollkommen ihnen überlassen.

Neben Dante, sind Nero, Protagonist aus Devil May Cry 4, und V, ein neuer Charakter, spielbar. Sowohl Nero als auch V verfügen über ein komplett einzigartiges Repertoire an Fähigkeiten und Waffen. Bis ein*e Spieler*in alle drei Charaktere perfekt beherrscht, vergehen Stunden.

Smokin‘ Sexy Style!!

Um seinen Spieler*innen eine Motivation zu geben, die Movesets aller Charaktere in- und auswendig zu kennen, besitzt Devil May Cry 5, wie auch schon seine Vorgänger, einen Style-Rang. Dieser reicht im aktuellen Ableger von D, für „Dismal“, über A, für „Apocalyptic“, zu SSS, für „Smokin‘ Sexy Style!!“. Je kreativer eine Kombo ist, desto höher der Stylerang. Je höher der Stylerang, desto mehr rote Orbs, die Währung des Spiels, erhält man am Ende einer Mission. Sobald ein*e Gegner*in einen Treffer landet, sinkt der Stylerang drastisch.

Als großer Freund von dem geschickten Einsatz von Musik in Spielen hat mir vor allem die Einführung der dynamischen Kampfsongs gefallen. Mit jeder Erhöhung des Stylerangs schreitet das Lied voran. Im Fall von Nero erklingt auf Rang D der Anfang der ersten Strophe seines Battle Themes Devil Trigger, während ab Rang S aufwärts stückweise der Refrain aus den Lautsprechern tönt.

Andere Entwickler sollten sich eine Scheibe abschneiden. Wie stilvoll sie das machen, ist ihnen überlassen.

Das beste in all diesen Dingen ist, dass sie optional sind. Ein hoher Stylerang ist nicht notwendig, um das Spiel zu beenden. Wer Devil May Cry 5 frustfrei genießen möchte, ohne ein Studium auf sich nehmen zu wollen, kann genau das tun. Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad richten Gegner*innen kaum Schaden an. Außerdem gibt es eine optionale Auto-Assist-Funktion, die selbst komplexe Combos automatisch binnen weniger Knopfdrücke für den*die Spieler*in ausführt. Somit können auch Casual-Spieler*innen zum Takt der hervorragenden Musik nickend Dämonen in ihre Einzelteile zerlegen.

Wer aber eine Herausforderung sucht, spielt Devil May Cry 5 mehrfach durch, schaltet dabei die höheren Schwierigkeitsgrade frei, lernt, das volle Potenzial der drei Protagonisten auszunutzen und freut sich über sein*ihr hart erarbeitetes, sensationelles Bildschirmfeuerwerk. Andere Entwicklerstudios sollten sich eine Scheibe dieser Entscheidungsfreiheit sowie dieser umfangreichen Spielmöglichkeiten abschneiden. Wie stilvoll sie das machen, ist ihnen überlassen.

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