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KULTUR

Das ist im Januar am Theater an der Ruhr los

Ob auf dem Smartphone oder bei YouTube: Das Theater an der Ruhr gibt's im Januar online. [Foto: David Peters]
15.01.2021 13:04 - David Peters

Das Theater an der Ruhr bleibt aufgrund der Coronapandemie weiterhin geschlossen. Der Kulturbetrieb baut dafür sein Onlineangebot aus und veröffentlicht ein umfangreiches Programm für den Januar.

Aufgrund der Coronapandemie sind die Kulturbetriebe in Deutschland weiterhin geschlossen. Bereits im Dezember nutzten viele deshalb die Möglichkeit, ihre Konzerte und Aufführungen im Internet zu übertragen. So streamte die Essener Philharmonie beispielsweise ihre Adventskonzerte auf Youtube und ihrer Website. Auch das Mülheimer Theater an der Ruhr setzt im Januar auf digitale Angebote. Dazu gehören unter anderem zwei TV-Versionen von Inszenierungen des Theatergründers Roberto Ciulli.

Die Premiere des Stücks „Germania. Römischer Komplex“ sollte eigentlich am 16. Januar stattfinden. „Wir möchten, dass die Zuschauer diese Premiere live erleben können und haben daher entschieden die Premiere nicht zu streamen, sondern zu warten, bis die Corona-Schutzmaßnahmen die Öffnung des Theaters an der Ruhr ermöglichen“, heißt es seitens des Theaters. Regisseur Simone Derai habe mit seinem Team stattdessen ein Onlineformat entwickelt, „das inhaltlich und ästhetisch“ die geplante Premiere umkreise.
Zusätzlich erwarten die Zuschauenden Probenmitschnitte, Konzerte und eine Diskursveranstaltung zum Ökostrom in der Sahelzone. Mehr Informationen zu den einzelnen Programmpunkten gibt es auf der Website des Theaters. Bis dahin findet man auf dem Youtube-Kanal des Theater an Ruhr weitere Videos. 

Das Programm im Überblick:

  • 16. Januar 19:30 Uhr
    DER RÖMISCHE KOMPLEX - Appunti per una Germania
    „DER RÖMISCHE KOMPLEX - Appunti per una Germania“ ist eine poetische Befragung willkürlich gezogener Grenzen und deren Überschreitung. Es ist ein Plädoyer für das Eigene im Fremden und für das Fremde im Eigenen.
     
  • 17. Januar 19:30 Uhr
    L.I. LINGUA IMPERII - ANAGOOR
    Ein Probenmitschnitt, der 2012 entstandenen Aufführung. Sie wurde von der italienischen und internationalen Kritik als Meilenstein der neueren deutschen Theatergeschichte gefeiert. Vordergründig geht es im Stück um das Verhältnis von Sprache und Macht, um die Menschenjagd und um die Tragödie des Holocaust. 
     
  • 21. Januar 19:30 Uhr
    MEPHISTOPELES eine Grand Tour - ANAGOOR
    Die filmischen Bilderwelten, die Simone Derai und Giulio Favotto für die Theaterprojekte von ANAGOOR zwischen 2012 und 2020 entwickelt haben, kommen an diesem Abend, elektronisch vertont von Mauro Martinuz, zu einer sinfonischen Reise zusammen. Eine Reise durch die Tränen der Welt, eine Grand Tour durch die dunklen Bereiche des Kosmos. Die Bilder beschreiben das Verhältnis des Menschen zur Natur, zum Eros, zur Zeit und zur Technik: eine Vision der Welt.
     
  •  22. Januar 19:30 Uhr
    SOKRATES DER ÜBERLEBENDE / WIE DIE BLÄTTER (DSE) - ANAGOOR
    Der Mitschnitt zeigt eine Probe des Stückes, das im Januar 2020 Premiere am Theater an der Ruhr feierte und basiert auf dem Roman „Il Sopravvissuto“ von Antonio Scurati, Texten von Platon und Cees Noteboom. Erzählt wird in berührenden Bildern, performativen Choreografien und außergewöhnlichen Filmsequenzen von einem um seine Integrität ringenden Geschichts- und Philosophielehrer.
     
  • 23. Januar 19:30 Uhr
    DER ZYKLOP (1982) - Euripedes
    Die Inszenierung Roberto Ciullis, noch in Köln entstanden, dann weiterentwickelt in der ersten Spielzeit des Theater an der Ruhr, erfuhr seinerzeit schon große internationale Aufmerksamkeit. Die Rolle des Zyklops in der Aufzeichnung des WDR von 1982 (Fernsehregie: Roberto Ciulli) spielt die Schauspielerin Manuela Alphons.
     
  • 29. Januar 19:30 Uhr
    KASIMIR UND KAROLINE (1985) - Ödön von Horváth
    Horváth skizziert eine Welt in Folge der Weltwirtschaftskrise von 1929, in der die Mentalität der handelnden Personen den aufkommenden Nationalsozialismus erahnen lassen. Und er tut dies mit der ihm eigenen wunderbar verwickelten Sprache, mit der er alle seine von ihm sogenannten Volksstücke schrieb. Eine Aufzeichnung des WDR von 1985 (Fernsehregie: Roberto Ciulli).
     
  • 30. Januar 19:30 Uhr
    KÖNIG UBU # AM KÖNIGSWEG - Alfred Jarry//Elfriede Jelinek 
    Der Probenmitschnitt der zweiten Inszenierung von Philipp Preuss am Theater an der Ruhr bezieht Jelineks Text „Am Königsweg“, der den politischen Aufstieg und vermutlichen Fall von Donald Trump behandelt, auf Alfred Jarrys legendären „Anschlag auf das klassische Theater“: König Ubu.
     
  • 31. Januar 19.30 Uhr
    RALPH HAMMERTHALER'S ZEIT FÜR ZUKUNFT #9
    Diskurs & Konzert „Ökostrom für die Sahelzone“

    Mehr als zwanzig Dörfer in Niger und Mali hat Afrika GreenTec mit Solartechnik elektrifiziert. Da wie dort sind sogenannte Solartainer aufgestellt worden, rot-gelb-grün lackierte Container mit einem Dach von ausgeklappten Sonnenpaneelen; fünfzig weitere sind in Auftrag gegeben. In der als gefährlich geltenden Sahelzone versuchen Torsten Schreiber und seine aus Mali stammende Frau Aida, Zukunft vor Ort zu gestalten, durch solare Kraftwerke, aber auch durch Infrastruktur wie Trinkwasseraufbereitung oder Biogas-Herde. Als soziale Unternehmer investieren sie die Gewinne ihrer Firma wieder in Afrika.

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