Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

KULTUR

Abenteuer – U: Jump and Run durchs Museum

Als Elly oder Carl kann man das Dortmunder U wieder zum Leuchten bringen. [Foto: UZWEI]
10.06.2021 15:20 - Helena Wagner

Kultureinrichtungen haben seit dem ersten Lockdown im März 2020 auf digitale Angebote zurückgreifen müssen. Ausstellungen oder Aufführungen kann man sich so online von zuhause aus anschauen. Das Dortmunder U hat sich etwas besonderes einfallen lassen: Ein Videospiel.

Die U-Zwei ist die Workshop Etage des Dortmunder U’s. Dort fanden vor Corona allerlei Workshops und Mitmach-Projekte für Kinder, Schulklassen sowie Erwachsene statt. Durch die Coronamaßnahmen sind diese Workshops vor Ort seit über einem Jahr nicht mehr möglich. Die Idee, ein eigenes Videospiel zu entwickeln, in dem der:die Besucher:in die Ausstellung spielerisch entdecken kann, entstand während des ersten Lockdowns. Dirk Mempel und Jens Neubert sind die Programmierer des Spiels und die treibenden Kräfte hinter der Idee. Nachdem der Plan dazu im ersten Lockdown recht schnell ausgereift war, wurde das Spiel den Sommer und Herbst lang programmiert. Ein Team von sieben Mitarbeiter:innen hat sich in dieser Programmierungsphase intensiv mit den Ideen und den Umsetzungen des Spiels befasst.

Mach‘ das Licht wieder an!

Als die Charaktere Elly oder Carl kann man fünf Level durchspielen. Man fängt draußen vor dem Eingang des Dortmunder-U an und muss den Schlüssel zum Eingang finden. Dabei sammelt man Münzen und muss Hindernissen, wie zum Beispiel einem Hund oder einem Ninja, ausweichen. Wenn man dann in das Museum gelangt ist, geht es in den verschiedenen Leveln immer weiter nach oben bis auf die Terrasse des Museums. Dort ist das Ziel des Spiels, das Dortmunder - U wieder zum leuchten zu bringen und das Licht anzuschalten. Die Level sind in die verschiedenen Etagen des Museums aufgeteilt, auf denen man immer wieder Ausstellungsstücke wiedererkennt, die man sich dann genauer ansieht. Mirjam Gaffran ist Teil des Entwicklungsteams und beschreibt das folgendermaßen: „Das Spiel ist relativ niedrigschwellig gehalten. Wenn man gut ist, schafft man es in einer halben Stunde. Dadurch ist es auch für die Kleinsten geeignet, aber auch für Ältere ein schöner Zeitvertreib.“ 

Die U-Zwei will auch in Zukunft Workshops für zuhause anbieten. Die Ergebnisse der Workshops sollen dann im Spiel präsentiert werden, sodass die Ausstellung jedes Quartal wechselt und der:die Spieler:in immer neue Werke bestaunen kann. Gerade für Kinder ist es eine tolle Erfahrung, das eigene Werk nach der Teilnahme am Workshop im Spiel wiederzuentdecken. Bis jetzt haben Mirjam Gaffran und das restliche Team eine gute Resonanz bekommen. Sie wollen das Videogame regelmäßig updaten. Durch die Arbeit am Spiel sind auch neue Ideen entstanden: „Neben anderen Online-Workshops, bei denen Schüler, Kinder und jeder, der Lust hat, mitmachen kann hatten wir uns überlegt, einen Museums-Roboter zu programmieren, der über das Internet von zuhause aus steuerbar ist. Dadurch könnte man die Ausstellung nach Lust und Laune anschauen“, so Gaffran. Bis jetzt ist diese Idee noch Zukunftsmusik, aber die U-Zwei wird weiterhin daran arbeiten, das Programm des Museums digital spannend umzusetzen.

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