Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

„Das nächste große Ding“

Nach dem Debakel um das Zeltstadtmuseum, das sich nur bedingtem Zulauf und mäßiger Beliebtheit erfreute, bröselt das Ansehen des Oberbürgermeisters Sören Link. Und nun auch noch das: Ein Briefträger, der anonym bleiben möchte, stellte der akduell unlängst eine Kassette zu. Nachdem die Redaktion ein geeignetes Abspielgerät ausfindig gemacht hatte, enthüllte das altertümliche Audioformat den neusten Plan des Duisburger Leitwolfs – das wird ganz schön Theater geben. Wir drucken einen Ausschnitt des Gesprächs.
 

Gedenken gegen Provokation

„Thomas Schulz – Das war Mord! Widerstand an jedem Ort!“ tönte es am Samstag durch Dortmunds Straßen. Etwa 2.000 Antifaschist*innen waren nach Dortmund gekommen, um zehn Jahre nach dem Totschlag des Punkers Thomas „Schmuddel“ Schulz durch den rechten Skin Sven Kahlin, den Opfern rechter Gewalt zu gedenken. Hart kritisiert wird dagegen das Vorgehen der Dortmunder Polizei: Sie hatte immer wieder Demonstrant*innen eingekesselt und spontan eine Gedenkdemonstration im Stadtteil Dorstfeld verlegt. Zirka 700 Neonazis und Hooligans unterschiedlichster Couleur durften währenddessen durch das für sie abgeriegelte Kreuzviertel marschieren und am Remydamm, 500 Meter Luftlinie vom Westfalenstadion, mit einem Rechtsrockkonzert provozieren.
 

Rechte darf Schmuddel-Mord nicht feiern

Die Dortmunder Neonaziszene ist in den vergangenen Monaten wiederholt in die bundesweiten Schlagzeilen gekommen. Der Gipfel der Geschmacklosigkeit war dabei die Anmeldung eines Rockkonzerts, mit dem das zehnjährige Jubiläum des Mordes an Thomas „Schmuddel“ Schulz gefeiert werden sollte. Der noch immer militante Naziskin Sven Kahlin erstach den zweifachen Vater am 28. März 2005 an der Haltestelle Kampstraße und wurde wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe verurteilt. Seitdem finden jährlich antifaschistische Demonstrationen statt, die an Schmuddels Tod erinnern.
 

Früh aufstehen lohnt sich

Ereignisreiches Wochenende in Dortmund: Eine verhinderte Abschiebung, ein Nazi-Fackelmarsch und eine antifaschistische Kundgebung sorgten für Aufsehen. Zuerst die gute Nachricht: Die geplante „Rückführung“ eines Geflüchteten am Freitagmorgen in Lütgendortmund scheiterte an der Blockade antirassistischer Aktivist*innen. Vielleicht ein Nackenschlag zu viel für die lokale Nazi-Szene aus dem Umfeld der rassistischen Partei „Die Rechte“. Etwa vierzig bis fünfzig der Neonazis marschierten zur Flüchtlingsunterkunft in Dortmund-Eving. Nach Ende der Aktion gab es 13 Festnahmen durch die Polizei.
 

Anti-Pegida-Demos: Zu viele Köche...

Während sich in anderen deutschen </strong><strong>Städten breite Bündnisse </strong><strong>gegen die Patriotischen </strong><strong>Europäer gegen die Islamisierung </strong><strong>des Abendlandes (Pegida) </strong><strong>stellen, wurden in Duisburg </strong><strong>bislang vier getrennte Gegendemonstrationen </strong><strong>geplant. </strong><strong>Unterschiedliche Initiativen, </strong><strong>Gruppen und Netzwerke riefen </strong><strong>zu verschiedenen Gegenkundgebungen </strong><strong>an drei Standorten </strong><strong>auf. Wir haben uns die Veranstaltungen </strong><strong>angeschaut und </strong><strong>dokumentieren die Anti-Pegida-</strong><strong>Demos.