Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Viel bleibt wie es war: Der neue AStA

Hier arbeiten weiterhin GHG, JuSo HSG und LiLi.
[Foto: Jacqueline Brinkwirth] 

02.02.2020 17:16 - Sophie Schädel

Seit das Studierendenparlament (StuPa) im November neu gewählt wurde, liefen Koalitionsverhandlungen zwischen den Listen. Nun ist klar: Den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) stellen dieselben Listen wie zuletzt auch. In der StuPa-Sitzung vergangenen Donnerstag wurden Vorsitz und Referent*innen des AStA gewählt.

Die Koalitionslisten Grüne Hochschulgruppe, Linke Liste (LiLi) und die JuSo HSG konnten alle Referatsstellen mit Kandidat*innen aus den eigenen Reihen besetzen. So wird Aylin Kilic von der GHG ihre Position als AStA-Vorsitzende behalten, die sie bereits seit einem Jahr innehat. Sie kündigte an, sich weiterhin mit interner Vernetzung, unter anderem mit den Fachschaften,, aber auch mit Klimaschutz und der Kommunalwahl zu beschäftigen. „Und ein großer Punkt ist die Wiedereröffnung des KKC.“ Mit dem Kunst- und Kulturcafé spricht sie ein Projekt an, das die ASten der letzten Jahre nicht umsetzen konnten. Das KKC ist seit 2015 geschlossen.

AStA tagt zum letzten Mal

Am 2. Dezember tagte der AStA zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Themen: Wahlbeteiligung und die Arbeit in dieser Legislatur.
 

Schließlich wurde Aylin Kilic mit einer großen Mehrheit von 34 Parlamentarier*innen gewählt, nur zwei stimmten gegen sie.
Ihr zur Seite steht nun Maximilian Wernicke von der Linken Liste, der bislang in den Referaten für Kultur und Freiräume sowie Sozialpolitik der UDE aktiv war. „Ich habe glaube ich jetzt genug Erfahrung gesammelt. Ich traue mir das zu“, erklärte Wernicke.  Er erhielt mit 30 Ja- und fünf Nein-Stimmen ähnlich wie Kilic breiten Zuspruch über die Listengrenzen hinweg.

Wie erwartet wurde für das Finanzreferat JuSo-Mitglied Pascal Winter wiedergewählt. Er übernahm das Amt 2017, als die Finanzen der Studierendenschaft ein großes Minus aufwiesen. „Das ist jetzt beinahe beseitigt“, erklärte Winter. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) stellte jedoch, bevor das Parlament für Winter abstimmen konnte, mit Tom Köster einen Gegenkandidaten. Er schlug die Überlegung vor, mit Aktienkäufen die Finanzen der Studierendenschaft aufzubessern. Wegen schlechter Chancen und nach viel Gelächter aus seiner eigenen Liste, das auf eine Spaßkandidatur schließen ließ, zog Köster seine Kandidatur zurück und überließ Pascal Winter das Feld, der mit 34 Stimmen im Amt bleibt.

Oppositionskandidat*innen gehen leer aus

Danach wählte das Parlament die Referent*innen für Kultur. Janina Albrecht (LiLi), Sarah Lück (GHG), Carlotta Behle (GHG), Phillip Collin (LiLi) und Pierre Maier (RCDS) kandidierten. Behle, Lück und Collin haben bereits Erfahrungen im Kulturreferat gesammelt. Collin verwies auf die letzten Erfolge: die Campusfeste, der neue Freiraum und der renovierte AStA Keller in Duisburg. Behle sprach in Bezug auf die vielen Angebote in Duisburg der letzten Monate an: „Wir brauchen Konzepte auch ohne das KKC, um auch in Essen wieder Veranstaltungen zu machen.“ Albrecht bekam 30, Behle 32, Lück 28 und Collin 33 Ja-Stimmen. Oppositionskandidat Pierre Maier schied mit 22 Stimmen aus.

Das Referat für Sozialpolitik wird mit Michel Breuer (JuSo HSG) ein bekanntes Gesicht behalten. Er kümmert sich schon seit zwei Jahren um die sozialen Belange der Studierenden. Zusätzlich kündigte er an, Möglichkeiten für ein Sozialdarlehen auszuloten. Mit ihm wird Katharina Pohlschmidt (GHG) das Amt bekleiden, die die Arbeit bereits von ihrer Mitarbeit im Härtefallausschuss kennt. Pohlschmidt bekam 35, Breuer 30 Stimmen.

Mehrsprachige Öffentlichkeitsarbeit

Was der AStA tut, wissen viele Studierende nicht. Das wollen nun Klara Wyrobek (JuSo HSG) und Annika Buchner (LiLi) angehen. „Viele Erstis finden sich nicht zurecht“, kritisierte Wyrobek und erklärte, die AStA-Veröffentlichungen in mehreren Sprachen anbieten zu wollen. Ihre Mitkandidatin Buchner kündigte an, die Arbeit der Referate transparenter zu machen. Mit 28 und 27 Stimmen schafften es beide Kandidatinnen in das Referat für Öffentlichkeit.

Dann wählte das StuPa die Referent*innen für Ökologie. Das Referat hatte im vergangenen Semester beispielsweise eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Nachhaltigkeitsnovember“ organisiert. Die Arbeit rund um ökologische Themen sollen nun die GHG-Mitglieder Gustav Berger und Tobias Schöter fortführen.

Christian Sydow (LiLi) wird weiterhin Referent für Hochschulpolitik bleiben. Zu ihm wechselt Katharina Tölle (JuSo HSG) aus dem umstrittenen Referat für Hochschulpolitische Mitbestimmung. Ihr ehemaliges Referat hat der AStA nun kurzerhand abgeschafft.

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Was hat der AStA in neun Monaten erreicht?

Der AStA hat seine Amtszeit fast abgeschlossen. Was hat er in einem Jahr erreicht?
 
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