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HOCHSCHULPOLITIK

Triumph ist ein Anagramm von „Ih, Trump!“

30.06.2016 12:00 - Björn Gögge






„Würde ich für das Präsidentenamt kandidieren, dann als Republikaner. Denn sie haben die dümmste Gruppe von Wählern im ganzen Land. Sie lieben alles, was auf FOX News läuft. Ich könnte lügen und sie würden es trotzdem kaufen. Ich wette, meine Zahlen wären überragend.“


Das hat Donald Trump 1998 in einem Interview mit dem People Magazin gesagt und weniger als 20 Jahre später hat sich genau diese Aussage bewahrheitet. Eines muss man dem schlecht frisierten Dumm- schwätzer zugestehen: Mit seinen menschenverachtenden Aussagen hat er anfangs genug polarisiert, um jetzt beim Wahlkampf vorzugeben, ausreichend Politik zu machen, damit er der neue Präsident der USA wird. Seine öffentlichen Statements besonders auf Twitter geizen nicht an Rassismus, Sexismus und vor allem Irrsinn. Man hat oft das Gefühl, dass unter dem blonden Pfiffi nicht viel Hirn schlummern kann.

Und dass er wirklich ein „Ausnahmekandidat“ ist, merkt man an den Nachrichten der vergangenen Woche. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas wollte ein junger Mann aus Kalifornien Trump um ein Autogramm bitten, um ihn anschließend zu erschießen. Als er nach der Waffe eines anwesenden Sicherheitsbeamten griff, wurde er festgenommen. Der 20-Jährige hätte laut Polizeiaussagen auch sein eigenes Ableben in Kauf genommen. Das war nicht der erste Versuch, Trump zu attackieren. Bereits im März hatte ein Mann aus Ohio versucht, ihn mit einem Messer zu verwunden. Der Secret Service hatte diesen Angriff verhindert.

Noch nie hat es in der Geschichte so viele versuchte Anschläge auf einen Kandidaten während des Wahlkampfes gegeben. Noch nie war so ein offensichtlich provokanter Multimilliardär – dessen Geld allerdings nicht für die Wahlkampfkampagne ausreicht, welch’ Ironie – an der Spitze einer Partei, die ihn nicht mal geschlossen unterstützen möchte, weil er schlichtweg ein größenwahnsinniger Spinner ist.

Fakt ist, dass viele seiner Ideen gescheitert sind (Trump Airlines, Trump University, Casinos, Wodka, etc.) und auch die seiner Präsidentschaft hoffentlich untergehen wird. Man kann nur hoffen, dass alle Wählenden ihr Kreuz nicht bei diesem Napoleon-Komplex-Ergebnis setzen. Oder wie Obama kürzlich sagte: Orange is not the new black.

Foto: Donald Trump. (Foto: Michael Vadon, flickr.com, CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/))



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