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HOCHSCHULPOLITIK

StuPa-Sitzung: UDE soll zur Fairtrade-Uni werden

Normalerweise tagt das StuPa hier.
[Foto: Jacqueline Brinkwirth]

30.06.2020 11:00 - Jacqueline Brinkwirth

Bei der digitalen Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) am 18. Juni diskutierten die Parlamentarier*innen unter anderem über die Besetzung des Haushaltsausschusses und über einen Antrag, der mehr Fairtrade an die Universität Duisburg-Essen bringen soll. Wir haben die wichtigsten Punkte für euch zusammengefasst.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz waren schon in der vergangenen Wahkperiode Schwerpunktthemen im StuPa und Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der UDE.

Nun könnte mit der Auszeichnung zur Fairtrade-University auch innerhalb der Hochschule ein Zeichen dafür gesetzt werden. Parlamentarier Tobias Schröter (GHG) stellte den Antrag vor. „Die UDE soll sich als Fairtrade-University bewerben. Dafür müssen insgesamt fünf Kriterien erfüllt werden. Im AStA haben wir das bereits abstimmen lassen“, erläuterte er. Neben dem Hochschulbeschluss müsse eine Steuerungsgruppe gegründet, Fairtrade-Produkte bei Veranstaltungen sowie in Gastronomie und Geschäften angeboten und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema geleistet werden. „Die Vorteile der Auszeichnung wären natürlich die Verbreitung und Unterstützung von Fairtrade-Produkten, eine positive Außenwirkung für die Uni und mehr Attraktivität für Studierende oder Mitarbeitende, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt“, begründet Schröter.

Öko-Referat arbeitet mit

Doch nicht nur aus Sicht der Umwelt ist Fairer Handel von Vorteil: Als Teil einer breiteren Entwicklungsstrategie kann er zudem zu sozialen, wirtschaftlichen und ökonomischen Verbesserungen in marginalisierten Regionen beitragen. Der Grundgedanke des Labels Fairtrade-University sei, dass durch fair gehandelte Produkte das Bewusstsein für Fairtrade steige und durch Veranstaltungen gefestigt werde, so Schröter.

Wenn alle Gremien dem Beschluss zustimmen, muss sich als nächster Schritt eine Steuerungsgruppe konstituieren. Diese muss sich aus mindestens drei Personen aus Studierendenschaft, Hochschulverwaltung und den gastronomischen Betrieben der Universität zusammensetzen. Marieke Geurtsen, Politikwissenschaftsstudentin an der UDE, hat 2019 ein Praktikum bei Fairtrade Germany gemacht und will studentischer Teil der Steuerungsgruppe werden. Sie erläuterte im StuPa, warum sie sich für die Auszeichnung der UDE engagiert: „Ein großes Problem ist, dass Fairtrade immer noch zu wenig konsumiert wird. Das könnte man als Fairtrade-Uni ändern.“ Gustav Berger (GHG), AStA-Referent für Ökologie und Mobilität, fügte hinzu: „Im Öko sind wir bereits dabei, Kontakt zum Studierendenwerk und der Gastronomie aufzunehmen, um über das Fairtrade-Angebot zu sprechen. Um die wenigen Automaten der UDE, an denen es noch Lebensmittel gibt, wollen wir uns als nächstes kümmern.“ Unter den Parlamentarier*innen fand der Antrag ausschließlich Zustimmung und so wurde er mit 28 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen. Um die Bewerbung zur Fairtrade-Uni weiter voranzutreiben muss nun der Senat über das Projekt abstimmen.

Ein weiterer Diskussionspunkt der Sitzung zeigte sich während der Ausschussberichte: Der Haushaltsausschuss ist seit der Wahl des Studierendenparlaments im November 2019 nicht vollständig besetzt. „Wir haben uns zwar darauf verständigt, Abschlüsse über ein Umlaufverfahren zu treffen. Aber wir können zum Nachtragshaushalt momentan kein Votum abgeben“, berichtete Henning Lühr (Juso HSG). Pascal Winter (Juso HSG) machte die Auswirkungen deutlich: „Der Haushaltsausschuss ist das wichtigste Kontrollgremium gegenüber dem AStA. Dass dieser Aufgabe durch die Unterbesetzung momentan nicht wirklich nachgekommen werden kann, ist sehr ungünstig.“ Eine zentrale Funktion des Ausschusses ist es, die Verwaltung der studentischen Finanzen durch den AStA zu überprüfen und gegebenenfalls Missstände aufzudecken. Derzeit müssen zwei Posten nachbesetzt werden, damit der Haushaltsausschuss wieder regulär tagen kann.

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