Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Studis sind nicht systemrelevant

Die Überbrückungshilfe für Studis wird seit Oktober pausiert. [Foto: Lena Janßen]
25.11.2020 14:53 - Jacqueline Brinkwirth

Die sogenannte Überbrückungshilfe des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sollte mit bis zu 500 Euro Zuschuss pro Monat die coronabedingten finanziellen Notlagen vieler Studierender lindern. Dass der Nothilfefonds seit dem 1. Oktober „pausiert“ wird, zeigt vor allem eines: Studis sind nicht systemrelevant.

Ein Kommentar von Jacqueline Brinkwirth

Für viele Studierende steigt in der noch andauernden Pandemie zunehmend der Druck, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Die Überbrückungshilfe des Bundes sollte im Juni dort Abhilfe schaffen, wo zu strenge BAföG-Beschränkungen und das Fehlen alternativer finanzieller Unterstützung bereits ein Loch in
die Studi-Portmonees gebrannt hatten.

Glaubt man etwa den landesweiten Allgemeinen Studierendenausschüssen, kam sie nicht nur zu spät, sie war auch fernab aller studentischen Realitäten geplant. Dass die Zuschüsse nun ausgesetzt werden, weil sich laut BMBF „erfreulicherweise die Wirtschaftslage wieder entspannt“ hat und sich damit „auch das Beschäftigungsangebot für Studierende verbessert“, zeigt nachdrücklich, welchen Stellenwert der akademische Nachwuchs für Minister:innen und Regierung hat. Während also Unternehmen in Deutschland seit März mit einem milliardenschweren Rettungsnetz aus Soforthilfen, Bürgschaften und Krediten durch den Bund abgesichert sind, werden Studierende nach nur vier Monaten Förderung im Stich gelassen. Denn: Studis sind nicht systemrelevant.
 

Euer erstes Semester in Zeiten der Corona-Pandemie

Durch die Corona Pandemie beginnt das Studium für Erstsemester nicht wie gewöhnlich. Was genau das bedeutet, lest ihr im Schwerpunkt.
 

Studierendenvertretungen fordern Reform der Überbrückungshilfen

Die Studierendenvertretungen erneuern ihre Kritik an den Überbrückungshilfen von Bildungsministerin Karliczek.
 

Wie gut ist das Corona-Krisenmanagement der UDE?

Wir ziehen Bilanz mit einem UDE-Pressesprecher und den AStA-Vorsitzenden.
 
Konversation wird geladen