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HOCHSCHULPOLITIK

Studierendenwerk Essen-Duisburg: 4.584 Anträge auf Überbrückungshilfe

Die Überbrückungshilfe wird digital über die Webseite
überbrückungshilfe-studierende.de beantragt.

[Symbolfoto: Dennis Pesch]

23.07.2020 16:53 - Dennis Pesch

Seit über vier Monaten warten tausende Studierende auf schnelle und unkomplizierte finanzielle Hilfe, um durch die Corona-Pandemie zu kommen. 4.584 Studierende haben beim Studierendenwerk Essen-Duisburg die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Forschung und Bildung beantragt. Seit dem 16. Juni können in existenzielle Not geratene Studierende die Überbrückungshilfen von jeweils bis zu 500 Euro für Juni, Juli und August beantragen.

Wie viele Studierende genau ihren Job verloren haben, ist bis heute nicht klar. Schätzungen in Umfragen deuten an, dass es Hunderttausende sind. Bundesweit sind bislang 82.380 Anträge auf die Zuschüsse des Bundes bei den Studierendenwerken eingegangen (Stand: 15. Juli). Beim Studierendenwerk Essen-Duisburg sind von den 4.584 Anträgen rund 48,5 Prozent der Anträge bereits bearbeitet. Allerdings wurden nur rund 26 Prozent bewilligt (Stand: 17. Juli).

„Die interne Bearbeitung konnte erst Ende Juni starten. Das heißt, wir sind erst seit Zweieinhalb Wochen mit der Antragsabwicklung beschäftigt“, sagt Melanie Wessel, Pressesprecherin des Studierendenwerks Essen-Duisburg. Dafür liege man mit 48,5 Prozent „gut im Schnitt“. Die Linkspartei im Bundestag kritisierte die Software, die das Bundesministerium mit dem Deutschen Studentenwerk, dem Dachverband der Studierendenwerke, entwickelt hat. Denn zwei Wochen nach den ersten Anträgen wurde noch keine einzige Überbrückungshilfe überwiesen.

Rund 50 Mitarbeiter*innen arbeiten derzeit im Studierendenwerk Essen-Duisburg an den Anträgen. „Das Team wurde zuvor sorgfältig mit der Software geschult“, sagt Wessel. Dass die Überweisungen so lange dauern, erklärt Sie auch mit der „Antragsqualität“ der Studierenden. „Wir mussten zu Beginn vielfach Unterlagen nachfordern. Mittlerweile verbessert sich die Antragsqualität […], sodass alles zügiger abgearbeitet werden kann“, sagt die Pressesprecherin. Täglich werden dutzende Anträge bearbeitet. Am 14. Juli waren 36,5 Prozent der Anträge bearbeitet, am 15. Juli bereits 43 Prozent.

Wer für Juni einen Antrag beim Studierendenwerk auf Überbrückungshilfe stellt, muss für jeden weiteren Monat einen Folgeantrag stellen, „der dann aber nicht mehr alle Unterlagen abfragt“, wie Wessel betont. Außerdem darf man keine weitere „pandemiebezogene“ Unterstützung beantragt haben. Die Zuschüsse liegen bei 100 bis 500 Euro pro Monat. „Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach Ihrem Kontostand zum Zeitpunkt, wenn Sie den Online-Antrag stellen“, heißt es auf der Webseite des Studierendenwerks. Beträgt der Kontostand unter 100 Euro, bekommen Studierende 500 Euro Zuschuss. Wer 500 Euro auf dem Konto hat, bekommt nichts.
 

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