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HOCHSCHULPOLITIK

Spatenstich für Uni-Erweiterung

Der erste Spatenstich ist gemacht. [Symbolfoto: pixabay]

05.11.2020 13:43 - Magdalena Kensy

Bereits im Jahr 2017 fanden die ersten Gespräche zur Universitätserweiterung in Duisburg-Wedau statt. Jetzt, drei Jahre später, steht die Planung und der erste Spatenstich wurde gemacht. Was mit einer Erweiterung der Universität einhergeht und was genau auf dem ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerk in Wedau geplant ist.

Nicht weit vom Universitätscampus in Duisburg soll auf dem ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerk in Wedau eine neue Nutzfläche für flexible gewerbliche und universitäre Nutzung erschlossen werden.

Die Planung zu diesem Vorhaben wurde bereits vor drei Jahren beschlossen. Die Verhandlungen zwischen der Baugesellschaft Gebag und der Deutschen Bahn (DB) führten zu einem erfolgreichen Abschluss, wodurch Gebag zum Vermarkter dieses Grundstückes wurde. Auf einer Teilfläche von 30 Hektar soll „Wedau Nord“ entstehen. Ausgangspunkt für die Entwicklung zwischen Hauptbahnhof und Wedauer Brücke soll das historische Bauensemble des Waggonwerks werden.

Das Nutzungskonzept der Universität und der Baugesellschaft schließt ebenfalls die denkmalgeschützten Gebäude der DB mit ein. Doch warum ist nach drei Jahren noch kein Gebäude in Sicht? Das Grundstück wechselte den Besitzer. Das führte somit zu einem Stopp in dem Vorhaben der Universität. Die Duisburger Versorgungsund Verkehrsgesellschaft (DVV) kaufte die Baufläche der städtischen Baugesellschaft Gebag ab, die das gesamte Areal in Wedau vermarktete. Die DVV investiert insgesamt 18,5 Millionen Euro in den Bau des zweigeschossige Hochleistungs-Rechenzentrums.

Unterstützung der Stadt Duisburg 

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) plant, rund 20.000 Quadratmeter für die Erweiterung des Campus zu nutzen.

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Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, bewertet die Erweiterung positiv: „Die Stadt Duisburg unterstützt die Erweiterungsabsichten der Universität Duisburg-Essen in den denkmalgeschützten Gebäuden in Wedau und auch eventuelle weitere Baumaßnahmen auf dem Gelände.“ Die Universität ist der erste Mieter des neuen Hochleistungs-Rechenzentrums. Die zwei Etagen werden für High Performance Computer (HPC) genutzt, die für das wissenschaftliche Rechnen der ingenieurund naturwissenschaftlichen Forschungsgruppen benötigt werden. UDE-Kanzler Jens Andreas Meinen setzte den ersten Spatenstich für das erste Bauprojekt auf der 30 Hektar großen Nordfläche „6-Seen-Wedau“ gemeinsam mit den anderen Beteiligten: Bernd Wortmeyer (Geschäftsführer der GEBAG), Marcus Vunic (DVV-Geschäftsführer), Oberbürgermeister Sören Link und Marcus Wittig (Vorsitzender der DVV-Geschäftsführung). An der UDE gibt es momentan nur zwei Rechenzentren, die jedoch nicht mit der Ausstattung des neuen Zentrums mithalten können.

UDE als Versorger 

Innerhalb von zwölf Monaten Bauzeit soll im Technologiequartier Wedau-Nord das Hochleistungs-Rechenzentrum fertiggestellt sein. Die 300 Serverschränke erfüllen die höchsten Verfügbarkeitsund Sicherheitsklassen: Komplexe Notstrom-, Brandschutzund Kühlsysteme sorgen dafür, dass die Rechenleistung stets verfügbar ist. Die Kälteversorgung erfolgt über ein energieeffizientes System. Die Hochleistungssysteme werden mit 45 bis 50 Grad warmem Wasser gekühlt, das durch die Rechner auf 60 Grad weiter erwärmt wird und zur Unterstützung der Fernwärmeversorgung des Neubaugebietes Wedau-Süd genutzt werden kann. Für die Kühlung dieser Systeme wird kein Strom benötigt, somit lassen sich pro Jahr rund 420 Tonnen CO2 einsparen.

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