Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Senatswahl: Die Listen stellen sich vor

Vom 2. bis zum 4. Juli könnt ihr bei der Senatswahl euer Kreuz machen. [Symbolbild: pixabay]

01.07.2019 11:56 - David Peters

Vom 2. bis zum 4. Juli finden an der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Senatswahlen statt. Die Studierenden können dabei ihre vier Vertreter*innen für das Gremium wählen. Nur drei der hochschulpolitischen Listen treten in diesem Jahr zur Wahl an.

Im Senat der UDE sitzen Vertreter*innen aus allen Statusgruppen der Universität, also Studierende, Mitarbeiter*innen der Technik und Verwaltung, akademische Mitarbeiter*innen und aus der Gruppe der Hochschullehrer*innen. Sie entscheiden in dem Gremium beispielsweise über die Besetzungen von Professuren oder die Grund- und Rahmenordnungen an der UDE. Diese Vertreter*innen werden alle zwei Jahre von den Mitgliedern ihrer Statusgruppe gewählt. Eine Ausnahme hiervon bilden die Studierenden, die ihrer Vertreter*innen jährlich wählen. Die aktuellen Studierendenvertreter*innen sind Fabian Franken (GHG), Esther Smollich (GHG), Dario Tayeboun (LiLi) und Timon Rhein (Juso HSG).

Wählen könnt ihr vom Dienstag, 2. Juni, bis zum Donnerstag, 4. Juni, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Das Wahllokal richtet sich danach, welcher Fakultät ihr angehört.

Damit ihr nicht nur wisst, wo ihr wählen könnt, sondern auch, wen ihr wählen könnt, haben wir bei den drei antretenden Listen angefragt, sich und ihr Programm zur Senatswahl kurz vorzustellen.  

Grüne Hochschulgruppe (GHG):

„Im letzten Jahr haben wir im Senat für mehr studentische Rechte, eine soziale und ökologische Uni und gegen Rassismus, Sexismus und Antisemitismus gekämpft. Das wollen wir mit vielen Ideen, großer Entschlossenheit und der Unterstützung der Student*innen auch weiterhin tun.

Unsere zwei Hauptthemen für die nächste Wahlperiode werden eine klimafreundlichere Uni und der Kampf für bessere Studienbedingungen sein. Diese Ziele wollen wir im Senat in Form von Anträgen, Anfragen an das Rektorat und in Debatten kämpferisch erreichen.

Unsere zwei Hauptthemen werden eine klimafreundlichere Uni und der Kampf für bessere Studienbedingungen sein.

An der Uni können wir die Weichen gegen den Klimawandel stellen! Dafür muss die Uni nicht nur den Klimanotstand ausrufen, sondern auch dringend Taten folgen lassen. Die Uni muss ihren ökologischen Fußabdruck verringern und sich in den Städten für besseren ÖPNV und Radverkehr einsetzen, aber auch in Lehre und Forschung dazu beitragen, Gegenentwürfe zum Ziel des endlosen Wirtschaftswachstums voranzubringen. 

Zugleich müssen die Studienbedingungen verbessert werden, um ein selbstbestimmtes Studium zu ermöglichen! Wir wollen die schlimmsten Folgen des neuen Hochschulgesetzes an unserer Uni verhindern und setzen uns ein gegen Anwesenheitspflichten, nicht-friedliche Forschung und gegen die vielen Steine, die internationalen Student*innen in den Weg gelegt werden. Außerdem wollen wir mehr Wahlfreiheit im Studium, mehr Mitbestimmung und mehr studentisch organisierte Freiräume erreichen. Diskriminierung und Hürden, die den Zugang zum Studium erschweren, wollen wir bekämpfen. Die Uni muss endlich lebendiger Ort der Demokratie, der Debatte und der Gestaltung werden! Dafür kämpfen wir mit euch!“

Juso Hochschulgruppe (Juso HSG):

„Wir sind die Hochschulgruppe der Jungsozialist*innen und vertreten Studierende im Studierendenparlament, AStA und Senat.

Wir setzen uns dafür ein, dass jede*r so studieren kann, wie er*sie möchte: selbstbestimmt, gleichberechtigt und finanziell unabhängig. Deswegen ist es unmöglich, dass Anwesenheitspflichten wieder eingeführt werden. Es muss möglich bleiben, von überall und unterwegs lernen zu können. Auch die mögliche Abschaffung der Vertretungen der Studentischen Hilfskräfte widerstrebt uns. Die SHKs arbeiten teilweise in prekären Bedingungen, die aufgezeigt werden müssen. Das neue NRW-Hochschulgesetz lehnen wir deswegen entschieden ab. 

Aber das reicht uns nicht. Unsere Uni ist nicht so jung wie sie tut und das sieht mensch den Gebäuden an. Asbest ist in den Wänden und es schimmelt in einigen Ecken. Lecker oder? Zusätzlich fehlt es in vielen Räumen besonders an technischer Ausstattung. Overheadprojektoren sind teilweise noch an der Tagesordnung und von Smartboards können wir nur träumen. Auch das WLAN wollen mir mit der Hilfe des Senats verbessern, damit gutes Lernen für Studierende überall auf dem Campus möglich ist. Unser Ziel ist es, Duisburg und Essen als Standorte auch für Studierende von weiter weg attraktiver zu machen. Das funktioniert nur mit guten Studienbedingungen, die wir im Senat direkt mit beeinflussen können.“

Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS):

„Wir, die studentische Mitte (RCDS) kandidieren wieder zur Senatswahl.

Weiter ist uns auch der Ausbau von WLAN wichtig, denn wir müssen uns auf das WLAN verlassen können. Dann möchten wir uns ein Vorbild an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf nehmen, hier kann man seit wenigen Tagen seine Mensa-Card auch online aufladen, sodass es einfacher ist, diese aufzuladen und immer genug Geld dabei zu haben. Denn wer kennt es nicht, wenn eine ewig lange Schlange vor den Aufladeautomaten steht. Dieses Jahr sind unsere Schwerpunkte Digitalisierung, Mobilität und Lernbedingungen. Angefangen mit der Digitalisierung: Wir möchten uns weiterhin für mehr Videoaufzeichnungen von Vorlesungen einsetzten. Wir wissen, dass wir keinen Dozenten vor die Kamera zwingen können, aber wir wollen dafür sorgen, dass es für die Dozenten selbst kein Mehraufwand ist. Für viele Studenten ist es wichtig, dass sie bei ihren Vorlesungen auf Aufzeichnungen zurückgreifen können. Gerade Studenten mit Kind sollten hier beachtet werden, denn für diese gibt es meist keine andere Lösung, als die Vorlesung zu Hause nachzuholen.

Dieses Jahr sind unsere Schwerpunkte Digitalisierung, Mobilität und Lernbedingungen.

Mobilität. Wir sind eine Pendler-Universität und haben noch mehrere Standorte, da ist es besonders wichtig, dass alle Studenten mobil sind. Daher fordern wir den Ausbau des Shuttleservice zwischen den Standorten und die Optimierung der Parkplatzsituation, was nicht unbedingt heißen muss, dass wir mehr Parkplätze brauchen, aber wir brauchen zum Beispiel Markierungen an diesen, damit nicht ein Auto zwei Parkplätze blockiert. Dann finden wir noch wichtig, dass es weiterhin die Möglichkeit geben soll, dass das Ticket wieder auf den Ausweis kommen kann. Dass es dort drauf kommt, kann der Senat leider nicht entscheiden, aber dass es weiterhin die Möglichkeit gibt, soll der Senat erhalten.

Unser letztes großes Thema sind die Lernbedingungen. Wir brauchen mehr Arbeitsplätze in den Bibliotheken, damit in den besonders überfüllten Prüfungsphasen auch jeder einen Platz bekommt. Zudem fordern wir eine faire und transparente Klausureinsicht, die für alle gleich gilt. Denn es ist nicht richtig, dass die einen ihre Klausur kaum zu sehen bekommen und die anderen ihre Klausur kopieren dürfen. Für alle soll das Gleiche gelten und für uns heißt das, dass wir generell das Kopieren und Fotografieren von Klausuren erlauben wollen.“ 

Debatte um den akademischen Mittelbau im Senat

In der Senatssitzung ging es um Ulrich Radtkes Forderung, dass alle promovierenden die gleiche Chance auf 100-Prozent-Stellen haben sollten.
 

Beschäftigungsverhältnisse der Doktorand*innen werden weiter diskutiert

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Der Senat im Gespräch über Diversity

In der letzten Senatssitzung drehte sich viel um den vergangenen Diversity-Tag.
 
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