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HOCHSCHULPOLITIK

Senat zieht Bilanz nach Corona-Semester

Die Hörsäle bleiben aufgrund des Coronavirus für unbestimmte Zeit leer. [Symbolbild: pixabay]
17.11.2020 20:36 - Özgün Ozan Karabulut

Die Umstellung von Präsenz- auf digitale Lehre stellt die Universität Duisburg-Essen (UDE) vor neue Herausforderungen. In der Senatssitzung am vergangenen Freitag wurde resümiert, wie das Semester unter Corona-Bedingungen ablief und welche Aspekte für das aktuelle Wintersemester berücksichtigt werden müssen. Hierbei ging es unter anderem um die Regelungen bezüglich der Annullierung von Fehlversuchen.

Neues Semester – alte Probleme: Die Corona-Pandemie hat verhindert, dass die Orientierungswoche nicht in der üblichen Form stattfinden konnte. Stattdessen wurde das Angebot für Erstsemester in digitaler Form zur Verfügung gestellt. Bezüglich des Erstsemesterportals und der Durchführung der virtuellen O-Woche zeigte sich der Senat sehr zufrieden: „Die Rückmeldung zur O-Woche ist sehr positiv ausgefallen“, bilanzierte Prorektorin van Ackeren.

Marcus Lamprecht, Vorsitzender der Studierenden in der Kommission für Lehre, Studium und Weiterbildung, machte auf außer-universitäres Engagement speziell in Zeiten von Corona aufmerksam. Rektor Ulrich Radtke befürwortete diesen Vorschlag und stellte vom Rektorat hierfür Unterstützung in Aussicht.

Neben der gelungenen O-Woche nahm die Planung für das Wintersemester eine besondere Rolle in den Corona-bezogenen Themen ein. Die Lehrveranstaltungen finden digital statt, die Klausuren sollen aber am Ende des Semesters in Präsenzform abgehalten werden. Hier kam die Frage auf, inwiefern die UDE überhaupt eine langfristige Planung und Vorgehensweise realisieren kann. Was passiert, nachdem die Verordnung für die Freiversuche ausläuft? Prorektorin van Ackeren wies auf die organisatorischen Herausforderungen hin: „Das Problem ist, dass der Prüfungskorridor im jetzigen Semester acht Wochen kürzer ist als im vergangenen Sommersemester.“ Daher sollen die Räume und Hallen für Prüfungen bereits jetzt angemietet werden, um mit der Planung nicht in Verzug zu kommen.

Neben den Präsenz-Klausuren soll verstärkt auf digitale Prüfungen gesetzt werden. Bei Online-Klausuren vor den Bildschirmen gibt es jedoch Bedenken bezüglich rechtlicher Aspekte wie dem Datenschutz. Die UDE ist an Regelungen des Landes NRW und der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gebunden. Als mögliche Lösung für digitale Prüfungen könnten Systeme von UDE-Professor Michael Goedicke von der Arbeitsgruppe Spezifikation von Softwaresystemen dienen.

Die jetzige Corona-Epidemie-Hochschulverordnung der UDE tritt zum 31. Dezember außer Kraft. Wie die Regelung hinsichtlich der Annullierung von Fehlversuchen zukünftig gestaltet werden soll, bleibt für den Moment noch ungeklärt.
 

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