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HOCHSCHULPOLITIK

O-Woche an der UDE: Das Bier bleibt

Muss zum Glück nicht draußen bleiben.

[Symbolfoto: Erik Körner]

07.10.2019 12:59 - Erik Körner

Kein hochprozentiger Alkohol, kein unentgeltlicher Ausschank niedrigprozentigen Alkohols und ein Einhalten der Nachtruhe: An diese Bedingungen sollen sich die Fachschaften für die Orientierungswoche vom 7.10. bis 11.10 halten.

Die Leitung UDE möchte künftig Alkoholexzesse auf beiden Campussen verhindern. Daher versucht sie, den Ausschank von Alkohol genauer zu regeln. „Leider ist es in den vergangenen Jahren bei studentischen Feiern auf dem Campusgelände – auch im Rahmen von Orientierungswochen – zunehmend zu exzessivem Alkoholkonsum der Gäste gekommen, mit allen bekannten Konsequenzen bis hin zu Sachbeschädigungen und erheblichen nächtlichen Ruhestörungen”, so Ulrike Bohnsack von der Pressestelle der UDE.

Fachschaftenreferat zur Rettung

Laut Constanze Becker, Referentin des autonomen Fachschaftenreferats, „wurden einigen Fachschaften gesagt, sie dürften im Glaspavillon oder am Campus Duisburg keinen Alkohol ausgeben.“ Sie fügt hinzu: „Oder sie hätten sich eine Ausnahmegenehmigung beim Kanzler holen müssen.“ 

Die Mitglieder des Fachschaftenreferats haben daraufhin eine Sammelmail an Jens Andreas Meinen, den Kanzler der UDE, das Rektorat und Sabine Wasmer, Dezernentin des Studierendenservices der UDE, gesendet. Die Mail sollte Klarheit schaffen und den bürokratischen Aufwand für alle Fachschaften minimieren. „Wir dachten uns, dass es nicht sinnvoll ist, wenn 32 Fachschaften das einzeln machen. Deswegen haben wir für die O-Woche eine Anfrage für alle Fachschaften verfasst“, erzählt die Referentin.

Das Anliegen wurde an das Gebäudemanagement zur Prüfung und Bearbeitung weitergeleitet. „Die Angebotspalette alkoholischer Getränke wird sich auf Niedrigprozentiges beschränken, einen unentgeltlichen Freiausschank wird es ebenfalls nicht geben”, informiert Bohnsack. Außerdem sollen die Fachschaften die Nachtruhe ab 22 Uhr zu beachten – vor allem am Campus Duisburg. Die Bewohner*innen der Häuser in der Nähe Duisburger Campus haben in der Vergangenheit empfindlich auf die Lautstärke studentischer Veranstaltungen reagiert.

Not macht erfinderisch

Ein nicht-unentgeltlicher Alkoholausschank könnte eine Hürde für die Fachschaften sein. Wollten die Fachschaften Bier verkaufen, müssten sie das beim Studierendenwerk anmelden. Letztere verkaufen selbst Bier in den Cafeterien an beiden Campussen. Außerdem müssen sie die Kästen kontrollieren, sodass sich niemand unbefugt am Bier bedient.

Der Kompromiss bezieht sich nur auf die Orientierungs-woche.

Die Fachschaft für Kommunikation und Sprache (FS 1a) hat sich eine Lösung einfallen lassen. Benedikt*, einer ihrer Referenten, erklärt: „Wir haben eine Art Spendendose. Wer sich eine Flasche nimmt, soll einfach einen kleinen Betrag in die Dose werfen.“ An die Kontrolle haben sie ebenfalls gedacht. „Jemand wird auf die Kästen aufpassen und das Bier selbst herausgeben“, so Benedikt.

Der Kompromiss bezieht sich nur auf die Orientierungswoche und ist keine dauerhafte Lösung. Dennoch bewahrt er die Orientierungswoche davor, nur eine Reihe von Einführungsveranstaltungen sein zu lassen. „Ich bin einfach froh, dass die Fachschaften auch den gemütlichen, kooperativen, sozialen Teil der Orientierungswoche anbieten können“, meint Becker erleichtert.

Achten alle Fachschaften auf den Konsum und die Nachtruhe, könnte einer künftigen permanenten Lösung nichts im Weg stehen. Becker ist zuversichtlich: „Da die Problematikeinmal aufgetaucht ist, kann man jetzt durch Gespräche einen Kompromiss finden.“

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