Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Neue DGB-Hochschulgruppe

Der DGB sich für die Rechte von Arbeitnehmer*innen ein.

[Foto: DGB/Simone M. Neumann]

19.09.2019 08:52 - Sophie Schädel

Eine DGB-Hochschulgruppe hat sich an der Universität Duisburg-Essen (UDE) gegründet. Zwei der Mitglieder, Luis Büssing und Kira Hoppe, haben der akduell erzählt, was die Gruppe vorhat, und warum Gewerkschaftsarbeit auch für Studierende wichtig ist.

Kira fasst die Ziele ihrer Hochschulgruppe so zusammen: „Wir wollen eine Interessenvertretung und Ansprechpartner für alle Studierenden sein.“ Sie und Luis haben die Gruppe mitgegründet und sind jetzt voller Elan. „Bei unserem ersten Treffen waren 20 Leute da, das Thema interessiert also einige“, freut sich Luis.

Organisierung und Unterstützung auch von studentischen Arbeitnehmer*innen liegt den Beiden am Herzen: „Zum Beispiel duale Studis werden nirgendwo bedacht. Die tauchen weder im Ausbildungsgesetz noch im neuen Hochschulgesetz auf, also gibt es kaum Regelungen, wie der Betrieb mit ihnen umgehen darf. Die Lücke muss gefüllt werden“, kritisiert Kira und ergänzt: „Allgemein arbeiten Studierende neben dem Studium häufig prekär, aber auch da hat man Rechte. Die werden oft nicht wahrgenommen.“

Um diese Problemen zu bekämpfen, verschafft sich die DGB Hochschulgruppe gerade einen Überblick über die Themen und Probleme von Studierenden an der UDE. „Wir müssen erst mal sammeln“, erklärt Kira. Dafür kommt die Gruppe mit Infoständen, wie beim Campusfest, mit Studierenden ins Gespräch darüber, was Studierende als Arbeitnehmer*innen stört – ob sie nun an der Uni als Studentische Hilfskraft (SHK) arbeiten oder abends nach der Vorlesung in einer Kneipe jobben.

Fehlende Regelung von SHK-Arbeit

Gerade bei SHKs kritisiert die Gruppe fehlende Regelungen: „In Berlin gibt es einen Tarifvertrag für studentische Mitarbeitende an Universitäten. Die haben da vernünftige Rahmenbedingungen, Arbeitszeiten und Entgelt“, sagt Kira, und ärgert sich über die Situation in NRW. „Bei uns gibt es da aber nur wenige Regelungen. SHKs und andere Beschäftigte sollten zu einheitlichen Tarifen arbeiten, dann muss sich nicht jeder selbst durchboxen.“

Gerade im Studium schätzt sie Viele als noch zu jung und unsicher ein, um allein für ein besseres Gehalt zu streiten. „Solche Auseinandersetzungen kann uns eine Gewerkschaft durch Tarifpolitik abnehmen“, fasst Kira zusammen. Der DGB hat insgesamt sechs Millionen Mitglieder, darunter auch viele Studierende. Für sie bietet der Gewerkschaftsbund unter anderem spezielle Bildungsangebote und Beratungen an – eine Chance, die Kira und Luis gerne wahrnehmen.

„Wir teilen eben die Werte des DGB.“ 

Man muss aber kein Gewerkschaftsmitglied sein, um bei der DGB Hochschulgruppe mitzuarbeiten oder sich mit Problemen an sie zu wenden: „Wir sind unabhängig von der Gewerkschaft und entscheiden selbst, was wir machen wollen“, erklärt Luis. „Auch wenn die Geschäftsstellen uns natürlich manchmal helfen, bei der Gründung zum Beispiel.“ Kira ergänzt: „Wir teilen eben die Werte des DGB. Solidarität, gerechte Verteilung, Chancengleichheit, Menschenrechte – das sind die großen Begriffe, zu denen wir auch arbeiten. Und auch darüber hinaus sind sie offen für alle Interessierten: „Wir sind alle Studierende, egal aus welchen Fächern“, sagt Kira. „Und wir sind überparteilich. Bei uns kann jeder mitmachen, uns ansprechen, Fragen stellen, mitmachen“, fordert sie auf.

Im AStA-Keller tut sich was

Der AKD wird aktuell renoviert. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.
 

Container als Übergangslösung für den Raum der Stille

Über zwei Jahre nach den ersten Planungen hat die Universität Duisburg-Essen Container als Übergangslösung bestellt.
 

Neuer Kanzler und Update zur M-Bereich-Sanierung

Die erste Senatssitzung mit Jens Andreas Meinen, dem neuen Kanzler der UDE.
 
Konversation wird geladen