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HOCHSCHULPOLITIK

Kosten der zentralen O-Woche sorgen im AStA für Debatten

Der AStA verabschiedete bei der Sitzung zwei Anträge. [Foto: Jacqueline Brinkwirth]

17.06.2019 12:41 - Jacqueline Brinkwirth

Bei der Juni-Sitzung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) wird nicht nur die Finanzierung der zentralen Orientierungswoche diskutiert. Auch die Umsetzung von Nachhaltigkeit beim Campusfest am 28. Juni stellt die Referent*innen vor Herausforderungen. Eine Zusammenfassung.

Bei der letzten Sitzung des AStA ging es unter anderem um einen Zuschuss zur Finanzierung der zentralen Orientierungswoche in Duisburg. Vorgestellt wurde der Antrag auf Bezuschussung von Jascha Heitmann aus der Fachschaft Wirtschaftsingenieurwesen. Die zentrale Orientierungswoche, die im letzten Jahr als Pilotprojekt mehrerer Fachschaften stattfand, erfreute sich unter den Erstis großer Beliebtheit und soll aus diesem Grund im Oktober 2019 erneut von insgesamt 11 Fachschaften – darunter Informatik, Nano-Engineering und BWL – ausgerichtet werden.

„Eine Fachschaft will jetzt allerdings einen Burgerstand aufstellen.“

Neben Infoveranstaltungen und Campus-Rallyes sind auch abendliche Get-Together-Veranstaltungen Teil des Programms. Die Gesamtkosten für die O-Woche belaufen sich auf ungefähr 19.900 Euro. Dabei sollen die Fachschaftsräte 7900 Euro, die Fachschaftenkonferenz 4000 Euro und das Studierendenparlament 6500 Euro für die Umsetzung zuschießen. Der Zuschuss des AStA soll sich auf 1500 Euro belaufen.

Kritik an Verteilung der Kosten

Finanz-Referent Pascal Winter (Juso Hochschulgruppe) zeigte sich bei der Vorstellung des Antrags kritisch gegenüber der Aufteilung der Kosten: „Der Anteil der FSRe ist schon sehr niedrig, wenn man bedenkt, auf wie viele Fachschaften sich das aufteilt.“ Die Fachschaft Sozialwissenschaften, die nicht an der Organisation der zentralen O-Woche teilnimmt, sondern eine eigene ausrichtet, habe dafür im letzten Jahr deutlich höhere Kosten übernommen. „An sich finde ich den Antrag gut, aber die Fachschaftsräte könnten durchaus einen größeren Anteil der Kosten decken“, gab er zu bedenken.

Auch der Aufbau von Zäunen als Teil des Sicherheitskonzeptes für die Abendveranstaltungen stieß bei einigen Referent*innen auf Kritik. Carlotta Behle (Grüne Hochschulgruppe, GHG), Referentin für Ökologie und Mobilität, wehrte sich strikt gegen die Errichtung von Zäunen, um bei den Veranstaltungen den Zugang zu kontrollieren: „Das ist definitiv nicht machbar, einfach eine ganze Woche den Campus mit Zäunen zu blockieren. Das ist ein öffentliches Gelände und jede*r Studierende muss sich da frei bewegen können.“ Heitmann, der den Antrag vorstellte, erklärte die Zäune folgendermaßen: „Wir müssen die Zäune aus versicherungstechnischen Gründen bei den Abendveranstaltungen aufbauen. Uns gefällt das so auch nicht, aber bisher haben wir noch keine andere Lösung gefunden. Die Zäune würden allerdings auch nur abends aufgestellt werden.“ Trotz Kritik der Referent*innen wurde der Antrag einstimmig angenommen. Ein weiterer Antrag zur Finanzierung der Filmvorführung von Female Pleasure, einem Dokumentarfilm über die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, im Stadtteilladen Syntopia in Duisburg-Hochfeld in Höhe von 150 Euro wurde ebenfalls einstimmig angenommen.

Campusfest-Motto nicht durchgesetzt

Beim Tagespunkt Berichte kam es erneut zu Diskussionen. Die Ausrichtung des Campusfest am 28. Juni unter dem Motto „Baum und Bass“ soll die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch auf den Partys der Universität fest verankern. Dafür wurde den Fachschaften ans Herz gelegt, an ihren Ständen auf dem Fest kein Fleisch anzubieten. Kultur-Referent Phillip Collin (Linke Liste), der unter anderem das Rahmenprogramm für das Campusfest organisiert, erläuterte dazu: „Wir haben absichtlich darauf verzichtet, das zur Verpflichtung für alle Stände zu machen. Eine Fachschaft will jetzt allerdings einen Burgerstand aufstellen.“ Carlotta Behle fügte hinzu: „Wir versuchen jetzt schon darauf zu achten, dass das Fleisch dann zumindest hier aus der Region kommt.“

Thomas Hörrem (GHG), Referent für Ökologie und Mobilität, betrachtete diese Haltung als Fehler: „Das Campusfest steht nun mal unter dem Motto Nachhaltigkeit und ich finde, dass ihr da vielleicht doch eine härtere Linie den Fachschaften gegenüber hättet zeigen müssen.“ Ob besagte Fachschaft ihren Burgerstand nun tatsächlich am Campusfest aufstellt, bleibt abzuwarten.

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