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HOCHSCHULPOLITIK

„How to Survive“: Vollversammlung im November

So sah es bei der letzten Vollversammlung aus. [Foto: Dennis Pesch]

14.10.2019 18:23 - Sophie Schädel

Am 14. November findet zum dritten Mal die studentische Vollversammlung (VV) an der Uni Duisburg-Essen (UDE) statt. Die Versammlung organisiert das Studierendenparlament (StuPa), das die Detailplanung an den Öffentlichkeitsausschuss abgegeben hat. Von 13 bis 15 Uhr sollen die Studierenden der UDE über ihre Belange diskutieren. Dafür hat die ganze Uni von 12 bis 16 Uhr vorlesungsfrei – zumindest halbwegs. Was das genau bedeutet und was Fridays for Future damit zu tun hat, erfahrt ihr hier.
 
Die letzten Vollversammlungen waren schlecht besucht. Um es Studierenden zu erleichtern, zur Versammlung zu kommen, hat sich das StuPa auch diesmal wieder um vorlesungsfrei bemüht – allerdings erfolglos. „Der Rektor kann vorlesungsfrei erteilen, dann finden keinerlei Vorlesungen oder sonstige Veranstaltungen statt“, erklärt Leonie Hecken (JuSo Hochschulgruppe), Vorsitzende des organisierenden Öffentlichkeitsausschusses.

Das hat er nicht getan. „Allerdings hat der Rektor eine Empfehlung auf vorlesungsfrei an die Dozierenden ausgesprochen. So können sie selbst entscheiden, ob sie ihre Veranstaltung ausfallen lassen. Wenn nicht, darf den Studierenden, die trotzdem lieber zur VV gehen, kein Nachteil entstehen.“ Hecken versichert: „Wir setzen uns dafür ein, dass das auch tatsächlich nicht passiert.“

Was ist bei der Vollversammlung geplant? „Es geht ums Thema „How To Survive“ im Universitätsalltag. Neben dem Plenum soll es auch Stände von Fachschaften und anderen studentischen Gruppen geben, die so auf sich aufmerksam machen können“, so Hecken. Es soll eine Art Straßenfest werden, um die Studierendenschaft bei verschiedenen Themen zu mobilisieren, einzubinden, aufzuklären und miteinander zu vernetzen. Dafür hofft der Ausschuss auf die Beteiligung von Fachschaften, Initiativen und anderen studentischen Gruppen.

Versammlung mit Klimaimpulsen

Die Initiative Students for Future an der UDE kommt diesem Wunsch nach. Sie beantragten, bei der Vollversammlung eingebunden zu werden und dort mit den anderen Studierenden über Fridays for Future und Klimaschutz zu debattieren. Für die Studierenden, die sich der weltweiten Klimabewegung Fridays for Future angeschlossen haben, ist die Vollversammlung der perfekte Ort für Debatten über die Umwelt: „Der Klimawandel geht uns alle an, deshalb müssen Probleme und Lösungen in einem möglichst breiten Rahmen besprochen werden. Die Vollversammlung ist dafür die richtige Plattform, weil da ein fakultätsübergreifender Diskurs stattfindet kann. Da können wir Stellung beziehen und Forderungen an die Uni stellen“, so die Initiative.

Es geht ums Thema „How To Survive“ im Universitätsalltag

Dazu gehören die klassischen Ideen von Fridays for Future, wie die Ausrufung vom Klimanotstand oder der ticketlose öffentliche Nahverkehr. Students for Future fordert aber auch, die UDE bis 2023 zur klimaneutralen Uni zu machen. „Das geht vom doppelseitigen Druck über ein universitätsweites System zur Mülltrennung bis hin zum Bezug von reinem Ökostrom und Begrünung der Dächer“, erklärt die Initiative.

Hecken freut sich über den Impuls: „Unser Motto ist ja 'How To Survive' und den Students for Future geht es um das Überleben unseres Planeten.“ Die Initiative hat nun einen eigenen Slot bei der VV, um ihre Themen zu diskutieren. Allerdings sollen auch andere Themen nicht zu kurz kommen: Der Öffentlichkeitsausschuss hat auch Raum für Themen wie das Hochschulgesetz, Studienfinanzierung, Prüfungsrecht und Kultur eingeplant.
 

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