Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Homi-Referat auf dem Prüfstand

Der AStA hatte das Referat für Hochschulpolitische Mitbestimmung neu eingeführt. [Symbolbild: David Peters]

15.07.2019 11:44 - David Peters

Zur neuen Legislaturperiode führte die AStA-Koalition ein neues Referat ein: das Referat für Hochschulpolitische Mitbestimmung, kurz HoMi. Wir haben mit dem Referat darüber gesprochen, was sie in dem halben Jahr bisher erreicht haben und was ihre Pläne bis zur nächsten StuPa-Wahl sind.

Das neugegründete Referat für hochschulpolitische Mitbestimmung (HoMi) verfügt über 2 ½ Stellen und ist aktuell mit Darleen Todenhöfer und Katharina Tölle besetzt. Die verbleibende halbe Stelle nimmt seit der vergangenen StuPa-Sitzung Leonie Hecken ein. „Wir möchten den Studierenden die Möglichkeiten aufzeigen, sich an der Universität einzubringen, sei es im StuPa, AStA, Fachschaftsrat, im Senat oder sonst wie“, beschreibt Katharina Tölle die Aufgaben des neuen Referats. „Da gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber viele von den Stellen in den Gremien sind mit den gleichen Leuten besetzt. In der Studierendenschaft ist es gar nicht publik, dass man so viele Möglichkeiten hat sich einzubringen. Daran wollen wir arbeiten.“ Außerdem wolle das Referat auch an der niedrigen Wahlbeteiligung arbeiten. „Dazu werden wir vor der Senatswahl nochmal einen Infostand machen. Außerdem werden wir Flyer erstellen und austeilen“, so Tölle.

Todenhöfer und Tölle waren vorher in Fachschaftsräten (FSR) und als Vertreterinnen in der Fachschaftenkonferenz (FSK) aktiv. „Als bekannt wurde, dass der AStA so ein Referat gründen möchte, haben wir gesagt, dass wir uns vorstellen könnten da mitzuarbeiten. Durch den Kontakt, den wir vorher schon zu Fachschaften hatten, sehen wir uns da auch in einer guten Position.“

Unterschiede zwischen Referaten unklar

Was genau unterscheidet jetzt aber das neue Referat von den bereits bestehenden Referaten für Hochschulpolitik (HoPo) oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit? „Das ist ein Kritikpunkt, den wir oft zu hören bekommen. Wir sind quasi eine Schnittstelle der beiden Referate“, erklärt Tölle. „Das HoPo-Referat macht viel Vernetzungsarbeit, wie beim LAT (Landes-ASten-Treffen) oder dem fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften). Wir besuchen da ebenfalls Seminare und Sitzungen, aber wir versuchen, das an die studentische Öffentlichkeit zu bringen.“

„Die Findungsphase hat bei uns recht lange gedauert, weil wir ganz neu sind.“

Zweimal hat das HoMi zusammen mit dem HoPo-Referat Infostände zum neuen Hochschulgesetz gemacht. Beim Sommerfest hat das HoMi-Referat zusammen mit dem Öffentlichkeitsreferat den Stand des AStAs betreut. Ein  Unterschied zwischen den bereits existierenden Referaten und dem neuen HoMi-Referat wird nicht richtig deutlich. Todenhöfer und Tölle sind ebenfalls Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss des Studierendenparlaments (StuPa). Dieser Ausschuss wurde gegründet, um die Wahlbeteiligung zu steigern und Hochschulpolitik mehr in den öffentlichen Fokus zu rücken.

Besonders viel steht also noch nicht auf der Haben-Liste des neuen Referats. Dazu erklärt Katharina Tölle: „Die Findungsphase hat bei uns recht lange gedauert, weil wir ganz neu sind.“ Für die restliche Amtszeit gibt es allerdings schon konkrete Pläne. „Ich möchte auch mehr Vernetzungsarbeit zwischen dem AStA/StuPa und den Fachschaften leisten. Dabei wollen wir aber nicht die Arbeit der FSK machen.“ Dies sei ebenfalls ein Kritikpunkt, den man oft zu hören bekomme. Für die Zukunft ist auch ein Ehrenamtstag für alle Studierenden, die sich in der Hochschulpolitik, aber auch in Initiativen engagieren, geplant. Hierbei soll es vor allem um das Vernetzen gehen. Auch ein Fragebogen in Zusammenarbeit mit dem Öffentlichkeitsausschuss des StuPa ist in Planung. Hier soll erfragt werden, ob die Studierenden überhaupt schon mal von Hochschulpolitik gehört haben und ob oder warum sie an Wahlen teilnehmen oder eben auch nicht.

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