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HOCHSCHULPOLITIK

GHG, LiLi und Juso HSG bilden neuen AStA

Geheime Wahl per Jutebeutel [Foto: Sophie Schädel]
29.01.2019 10:35 - Sophie Schädel

Am Donnerstag, 24. Januar, wählte das Studierendenparlament (StuPa) den neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Die Koalition besteht aus Linker Liste (LiLi), Juso Hochschulgruppe (Juso HSG) und der Grünen Hochschulgruppe (GHG). Sie setzt einen Fokus auf die hochschulische Öffentlichkeitsarbeit.

Zunächst debattierte das Parlament das neu eingeführte Referat für hochschulpolitische Mitbestimmung. Pascal Winter (Juso HSG) argumentierte: „Während der Wahl zu sagen, ‚wählt uns mal ins StuPa‘ funktioniert nicht, die Leute wissen nicht mal, was das ist. Das muss man das ganze Jahr über angehen.“

Constanze Becker (Conny und ihre Freunde gehen in den Zirkus, CFZ) kritisierte die Einführung des Referats wegen der Überschneidungen mit dem neu gegründeten Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und dem Referat für Hochschulpolitik. Amanda Steinmaus (GHG) dazu: „Ja, es gibt Schnittstellen. Aber das neue Referat ist für neue Konzepte zur Steigerung der Mitbestimmung und der Wahlbeteiligung zuständig.“ GHG, LiLi und Juso HSG stimmten für den Stellenzuschnitt.

GHG stellt Doppelspitze

Amanda Steinmaus (GHG), bereits seit August Vorsitzende des AStAs, übernimmt das Amt wieder. Ihr persönliches Ziel: Ihre Arbeit per Social Media transparenter machen. Für Steinmaus stimmten 21 Vertreter*innen, dagegen waren 11, dazu eine Enthaltung und ein ungültiger Stimmzettel. Gemeinsam mit Steinmaus stellt Aylin Kilic (GHG) den Vorsitz. Mit 24 Stimmen bestätigte das Parlament auch sie für das Amt. Stellvertreter*innen werden Phillip Collin (LiLi) und Luis Büssing (Juso HSG)

„Während der Wahl zu sagen, ‚wählt uns mal ins StuPa‘ funktioniert nicht, die Leute wissen nicht mal, was das ist. Das muss man das ganze Jahr über angehen.“

Pascal Winter, der seit August 2017 die Finanzen der Studierendenschaft regelt, übernimmt das Amt erneut. Seinen Fokus legt er darauf, das Minus im Haushalt zu verringern und die Finanzen zu digitalisieren. Mit 27 Stimmen bekam er den größten Zuspruch bei dieser Wahl. Ins Referat für Ökologie und Mobilität ziehen Carlotta Behle (GHG) und Thomas Hörren (GHG) ein. Behle hatte sich in der Vergangenheit schon für den Campusgarten und die Kooperation mit Nextbike eingesetzt. Hörren forscht zu Biodiversität und Umweltthemen und kündigte an, Nachhaltigkeit und Mobilität am Campus voranbringen zu wollen. Hörren bekam 25, Behle 24 Ja-Stimmen.

Lena Knospe (GHG), Jasper Groß, Dario Tayeboun und Phillip Collin (alle LiLi) teilen sich das Kulturreferat. Knospe konnte 22, die Kandidat*innen der LiLi jeweils 23 Stimmen auf sich vereinen. Angekündigte Ziele der Vier war, mindestens die Hälfte aller Acts bei Veranstaltungen wie dem Campusfest mit Frauen zu besetzen und mehr Filmabende zu veranstalten. Für das Presse- und Öffentlichkeitsreferat wurden Yeu-Rong Liu (Juso HSG) und Fabian Franken (GHG) gewählt. Liu sprach sich für eine starke Social Media-Präsenz und einen WhatsApp-Newsletter aus. Das StuPa wählte die beiden mit 23 und 22 Stimmen.

„Nichts ist unpolitisch“

Das Referat für Hochschulpolitik und Politische Bildung besetzen Diana Pruszkowski (listenlos, vorgeschlagen von der Juso HSG) sowie Esther Smollich, Nils Kriegeskorte und Tatevik Sedrakyan (GHG). Pruszkowski erklärte: „Nichts im Leben ist unpolitisch, auch Wissenschaft ist stark von Politik beeinflusst. Was, wenn die Bundeswehr hier Traumaforschung finanzieren will?“

Bei der Wahl zum Referat für Sozialpolitik entstand eine Diskussion um Wohnungsnot. Sven Benentreu (LHG) behauptete, auf dem freien Markt könne jede*r eine Wohnung finden und es gebe keine Wohnungsnot, da man nirgends so günstig wohnen könne wie hier. Kandidat Luis Büssing (Juso HSG) verwies auf die Campusumfrage im vergangenen Semester: „Nur 30 Prozent der Wohnungen des Studierendenwerks sind mit der Wohnpauschale aus dem BAföG bezahlbar.“ Insgesamt fänden schätzungsweise 60 Prozent der Befragten ihre Miete zu hoch. Er wurde für das Referat bestätigt, genauso wie Michel Breuer (Juso HSG), Miriam Tomalla und Lukas Winterfeld (LiLi).

Das neue Referat für hochschulpolitische Mitbestimmung stellt DarleenTodenhöfer (GHG) mit Timon Rein (Juso HSG) und Katharina Tölle (Listenlos, vorgeschlagen von der Juso HSG). Somit wurden alle Vorschläge der Koalitionslisten für die Stellen angenommen. Insgesamt übernimmt die GHG mit zehn, Juso HSG mit sieben und die LiLi mit fünf Menschen die 22,5 Stellen.

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