Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Geld regiert die Welt und die Fachschaften

Im V15 Gebäude findet alle zwei Monate die Fachschaftenkonferenz in Essen statt.
(Foto: ekn)

20.02.2019 18:23 - Erik Körner

 

Bei der letzten Sitzung der Fachschaftenkonferenz (FSK) am 11. Februar waren unter anderem die Finanzen eines der Hauptthemen. Es stand die jährliche Besprechung der Aufteilung der Haushaltsgelder an.

Momentan stehen den Fachschaften jährlich rund 220.000€ zur Verfügung. Diese Summe ist in drei Töpfe aufgeteilt: Zuweisungs-, Sockel- und FSK-Topf. Der Zuweisungstopf sichert jeder Fachschaft einen Betrag gemessen an ihrer Größe zu. Der Sockeltopf ist ein fester Betrag, der für jede Fachschaft gleich ist. Der FSK-Topf dient der Finanzierung von Anträgen, die während der FSK-Sitzungen von den Fachschaften gestellten werden können. Die Gelder werden beispielsweise genutzt, um beispielsweise Tagungen oder Orientierungswochen zu organisieren.

Derzeit sieht die prozentuale Aufteilung wie folgt aus:

  • 50% Zuweisungstopf

  • 40% Sockeltopf

  • 10% FSK-Topf

Grundlage dieser Aufteilung ist ein Solidarmodell. Severin Görgens, Referent für Finanzen des autonomen Fachschaftenreferats, erklärt: „Wir berücksichtigen mit dem Solidarmodell das handlungsfähige notwendige Grundkapital [...] so gut wie möglich bei der Verteilung.”. Weil der Großteil des Geldes aus dem Zuweisungstopf stammt, steht den kleineren Fachschaften aufgrund ihrer niedrigeren Studierendenzahl weniger Geld pro Jahr zur Verfügung. Jedoch versichert Severin der akduell, dass „ihm noch ein [finanzielles] Problem untergekommen wäre, dass sich nicht hätte lösen können.”.

Da mehr Geld, gerade dann, wenn es für Studierende gedacht ist, generell nicht schlecht ist, wurde sich für neue Aufteilungsverhältnisse ausgesprochen, von denen besonders die kleineren Fachschaften profitieren sollen. Die zwei Aufteilungsvorschläge, die am meisten Anklang fanden, waren 50-35-15 und 45-40-15.

Der erste Vorschlag schränke die größeren Fachschaften finanziell nicht ein, während die kleineren vom erhöhten FSK-Topf profitieren sollen. Laut Pascal Winter, Finanzreferent des AStA, „brauchen die großen Fachschaften das Geld aus dem FSK-Topf ohnehin nicht. Es wäre genug für die kleineren Fachschaften da”. Dennoch hagelte es primär seitens der kleineren Fachschaften harsche Kritik. Tom Weber von der Fachschaft Nanoengineering (11F) meinte: „Die Senkung des Sockelbetrags ist keine gute Idee. Wir kleinen Fachschaften können schon kaum Sachen ohne die Mitfinanzierung von Studierenden organisieren.”.

Der zweite Vorschlag ist hingegen für die kleineren Fachschaften attraktiver, würde aber auf dem Rücken der größeren getragen werden. Der niedrigere Zuweisungstopf würde finanzielle Einschnitte für die großen Fachschaften bedeuten, was allerdings die kleineren durch ihre geringere Studierendenzahl weniger stark träfe. Wie beim ersten Änderungsvorschlag würde der 5% höhere FSK-Topf den kleineren Fachschaften mehr Spielraum bei künftigen Ausgaben bieten. Der gleichbleibende Sockeltopf würde die Mittel der kleineren zumindest nicht stärker limitieren.

Eine endgültige Entscheidung wurde auf der Sitzung nicht getroffen. Die anwesenden Referent*innen des autonomen Fachschaftenreferats Constanze Becker, Robin Pannhausen und Tim Karbe schlugen vor, den Punkt auf der nächsten Sitzung erneut zu besprechen, sodass alle Fachschaften genug Zeit haben, darüber nachzudenken.

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