Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

fzs: Wechsel im Vorstand ab November

Ab November Landes-ASten-Koordinatorin: Amanda Steinmaus. [Foto: Lorenza Kalb]
19.10.2020 11:56 - Lena Janßen

Zuletzt wurde der neue Vorstand des freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) gewählt. Amanda Steinmaus, Studierende an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und ehemalige AStA-Vorsitzende, wurde erneut in den Vorstand gewählt. Doch bereits zum 01. November wird sie ihr Amt wieder niederlegen. Wir haben mit ihr über ihre Arbeit beim fzs und ihre Zukunftspläne gesprochen.

Im vergangenen Jahr trat Steinmaus ihre erste Amtszeit im Vorsitz des fzs an und legte damit gleichzeitig ihr Amt als AStA-Vorsitzende an der UDE nieder. Dort studiert sie zudem Geschichte und Englisch auf Lehramt. Im kommenden Monat wird sie den Vorstand des fzs allerdings wieder verlassen. „Es ist beim fzs normal, nur ein Jahr lang im Vorstand zu sein“, erklärt Steinmaus. Das liege zum einen daran, dass es fast unmöglich sei, nebenbei das Studium weiterzuführen und auf der anderen Seite sei man als Vorsitzende:r rund um die Uhr im Dienst. Es gebe manchmal Menschen, die ein weiteres Jahr Amtszeit antreten, doch das kommt für sie nicht in Frage: „Ich bin noch einen zusätzlichen Monat im Amt, um den Übergang zu schaffen, bis eine neue Person in den neuen Vorstand nachgewählt wird.“

„Mit der Ausgestaltung waren wir gar nicht zufrieden“

Während ihrer Amtszeit war das prägende Thema vor allem die Corona-Krise. Viele Studierende verloren ihre Jobs und so kam es zu einer bisher unbekannten Krise in der Studienfinanzierung. Durch erfolgreich geführte Öffentlichkeitsarbeit und Demonstrationen konnte der fzs die Überbrückungshilfe für Studierende erreichen. „Doch wir waren mit der Ausgestaltung gar nicht zufrieden“, bedauert Steinmaus. Jetzt wo diese schlechte Hilfe ausgelaufen wäre, müsse man „dringend für eine bessere Hilfe im Wintersemester Lärm machen“.  

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Langfristig ist für sie klar: das BAföG muss grundlegend reformiert und zu einem Vollzuschuss werden. Sie ist der Meinung, dass es nicht sein darf, dass nur elf Prozent der Studierenden BAföG beziehen dürfen, während 70 Prozent einer Arbeit nachgehen müssen, um sich ein Studium leisten zu können. Zeitgleich hat die Pandemie für Steinmaus gezeigt, dass viele Hochschulleitungen demokratische Entscheidungsprozesse für verzichtbar halten, wenn schnell gehandelt werden muss: „Studentische Vertreter*innen sind in der Hochschulleitung eine absolute Ausnahmeerscheinung. Das muss sich ändern.“ 

Ab dem 1. November tritt sie das Amt der Landes-Asten-Koordinatorin an: „Das heißt die Arbeit geht weiter – jetzt eben in NRW.“ Zudem möchte sie gerne in ihrem Studium weiterkommen. Für die hochschulpolitische Zukunft wünscht sie sich konkrete demokratische Strukturen an Hochschulen und eine gute Studienfinanzierung durch ein reformiertes BAföG. Zudem hofft sie, dass Studierende stärker darin befähigt werden, dass viele ihrer Probleme nicht durch eigenes Unvermögen entstehen, sondern durch strukturelle Bedingungen im Hochschulsystem: „Zusammen können wir uns organisieren und für Veränderungen kämpfen, im Kleinen wie im Großen.“

Neben Amanda Steinmaus ist seit Oktober außerdem noch eine weitere Studentin der UDE im Vorstand des fzs: Iris Kimizoglu.
 

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