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HOCHSCHULPOLITIK

Fachschaftenkonferenz: Künftig mit Livestreams

Auf der FSK wurde über einen künftigen Livestream diskutiert.[Symbolfoto: pixabay] 
28.11.2019 13:52 - Erik Körner

Während der Fachschaftenkonferenz (FSK) vom 14.10 beschlossen die Fachschaften, dass ihre Sitzungen künftig via Livestream angeboten werden sollen. Die Abstimmung endete in elf Pro-Stimmen, acht Contra-Stimmen und zwei Enthaltungen.

Die Idee für die Livestreams kam, nachdem ein ähnliches Konzept im Studierendenparlament (StuPa) besprochen wurde. „Wir fanden das eine gute Idee und dachten, das wäre vielleicht was für uns“, so Constanze Becker, eine der Vorsitzenden des autonomen Fachschaftenreferats.

Die Streams sollen mehrere Ziele erfüllen. In erster Linie sind sie hilfreich für Referent*innen, die aufgrund von Krankheit, Prüfungsstress oder Arbeit nicht an einer Sitzung teilnehmen können. Außerdem soll er inaktiveren Fachschaftsräten eine Möglichkeit bieten, wieder Anschluss zu finden, und neuen Leuten den Einstieg erleichtern:  „So müssten sie nicht erst in die andere Stadt fahren, um zu testen, ob die FSK was für sie ist“, meint Becker. 

Insofern sich die Fachschaftsräte bereit erklären, die Streams auch hochschulöffentlich anzubieten, wäre die höhere Transparenz ein weiteres Plus, findet Becker. Das Interesse an Hochschulpolitik an der UDE ist schwindend gering – wie unter anderem die Beteiligung an diversen Gremienwahlen zeigt. Interessierte sollen die Option haben, durch die Übertragungen erste Einblicke in Gremien zu gewinnen. Dasselbe gilt für andere Gremien, die einen Überblick über die Arbeit und Themen auf FSK-Sitzungen erhalten wollen.

Datenrechtlich bedenklich

Bereits im Sommer dieses Jahres wurde vom Öffentlichkeitsausschuss ein Antrag für die Liveübertragungen der StuPa-Sitzungen beim StuPa eingereicht. Das Parlament lehnte ihn letztendlich ab, unter anderem aufgrund von Sorge über den Datenschutz. Schließlich könne niemand verhindern, dass die Streams von Dritten aufgezeichnet und weiterverbreitet werden. 

Seitens der FSK-Referent*innen wurde ähnliche Kritik geäußert. Tim Karbe, einer der Vorsitzenden des autonomen Fachschaftenreferats, gab zu bedenken, es gebe keine Garantie, dass Streams nicht datenrechtlich missbraucht werden, beispielsweise in Form von Aufzeichnungen. Karbe selbst findet Aufzeichnungen generell sinnvoll, „damit man sie sich später ansehen kann. Aber niemand möchte ja, dass sie irgendwo gespeichert werden.“ Bisherigen Befürchtungen des Datenschutzes zugegen wurde die Möglichkeit von reinen Video- und Audioaufnahmen dennoch besprochen.

Videoaufnahmen ohne Ton wurden schnell vom Tisch geräumt – immerhin geht es bei den Sitzungen nicht um Gesten, sondern Inhalte. Audioaufnahmen würden Mehrarbeit bedeuten. Eine oder mehrere Personen müssten sich anbieten, die Aufnahmen nach den Wünschen der Fachschäftsräte und Referent*innen zu schneiden, falls sie bestimmte Passagen nicht veröffentlicht haben wollen. Dasselbe gilt für Videoaufnahmen mit Ton. Alle Aufnahmevarianten, vor allem hinsichtlich des Mehraufwands, erschienen den wenigsten auf Dauer sinnvoll. Folglich blieb es bei Livestreams.

Im Dezember dieses Jahres werden die neuen Referent*innen des autonomen Fachschaftenreferats gewählt. Laut Becker sollen diese erstmal in ihrem Amt ankommen. Sobald sie sich eingelebt haben, wird der erste Stream voraussichtlich zwischen Februar und März 2020 stattfinden.
 

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