Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Eine virtuelle Orientierungswoche

Werden die Campusse der UDE bald auch virtuell existieren?

[Symbolfoto: Archiv]

03.08.2020 11:39 - Erik Körner

Präsenzveranstaltungen werden während der Orientierungswoche im kommenden Semester aufgrund der Corona-Pandemie erschwert sein. Constanze Becker, Informatikstudentin und Referentin des Autonomen Fachschaftenreferats, kam daher die Idee, den Essener oder Duisburger Campus digital nachzubauen.

„Bei einem Planungstreffen für die gemeinsame O-Woche in Duisburg kam die Idee auf, dass es schön wäre, eine virtuelle Uni zu haben, in der Erstis sich kennenlernen können“, meint Becker.

Als Inspiration diente die Online-Community Habbo Hotel, eine Fusion aus Online-Chat und Videospiel. Dort erhalten Spieler*innen Avatare, können miteinander reden und Räume dekorieren. Doch nicht nur Erstis sollen den virtuellen Raum zum Kennenlernen nutzen. Fachschaften könnten im Videospiel Campusführungen anbieten oder sonstige Treffen mit ihren Studierenden nachholen.

Welche Software für den virtuellen Nachbau der Campusse benutzt werden wird, steht noch nicht fest. Zuerst seien laut Becker Minetest und opensimulator im Gespräch gewesen. Minetest ist ein Open-Source-Klon von Minecraft, eine Art gigantischer, digitaler Legobaukasten. Opensimulator hingegen erinnert an Lebenssimulationen wie The Sims. Beide Optionen scheinen jedoch nicht optimal zu sein. „Ich dachte, Minetest sei vielleicht die Lösung, aber das scheint vielen zu abstrakt zu sein. Und opensimulator ist wohl sehr veraltet“, erzählt Becker und fährt fort: „Ich habe aber einigen meiner Professoren Mails geschrieben, ob sie ähnliche Simulatoren kennen.“

Nicht unmöglich, aber mühsam

Ohne einen Voice-Chat wäre die effiziente Kommunikation zwischen Studierenden nicht möglich. Auch darüber hat sich Becker bereits Gedanken gemacht: „Man könnte zwar Big Blue Button oder Zoom nutzen. Das wäre zumindest für Führungen eine Idee, aber für Kleingruppen vielleicht nicht das Beste. Ich habe aber schon bei meinen Professoren und dem ZIM (Zentrum für Informations- und Mediendienste der Uni) nachgefragt.“

„Man muss beide Standorte widerspiegeln, und wenn es nur ein Gebäude oder eine Wiese pro Campus ist.“

Zwar können Fachschaften Präsenzveranstaltungen während der O-Woche anbieten, müssen sich aber an strenge Auflagen halten. Prof. Dr. van Ackeren, Prorektorin für Studium und Lehre an der UDE, habe, so Becker, vor kurzem die Fachschaften darüber informiert. Sie dürfen für Führungen oder Infoveranstaltungen kleine Gruppen bis maximal 30 Teilnehmer*innen zusammenstellen. Falls sie mehrere Gruppen bilden wollen, muss zwischen ihnen eine große räumliche Distanz liegen. Es wird dringend empfohlen, die tägliche Gruppenzahl auf ein Minimum zu reduzieren und die Führungen über mehrere Tage zu verteilen.

Diese Einschränkungen durch das Coronavirus treffen vor allem Fachschaften mit hohen Studierendenzahlen. Sie erwarten in Wintersemestern durchschnittlich eine mittlere bis hohe dreistellige Zahl neuer Studierender. Selbst wenn die Fachschaften Präsenzveranstaltungen gemäß der Auflagen anböten, wäre es schwierig, sich innerhalb einer Woche um alle Erstis zu kümmern. Für sie wäre ein virtuelles Angebot besonders attraktiv, um risikofrei für jede*n Interessierte*n da sein zu können. Für Becker steht fest, dass nicht nur einer der zwei Campusse nachgebaut werden darf: „Man muss beide Standorte widerspiegeln, und wenn es nur ein Gebäude oder eine Wiese pro Campus ist.“ Wie schnell oder wie viel von beiden Standorten nachgebaut werden kann, wird von der gewählten Software und vor allem freiwilligen Helfer*innen abhängen. Wer sich an dem Projekt beteiligen möchte, kann sich über die folgende Mailadresse an Becker wenden: constanze.becker@fsreferat.asta-due.de

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