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HOCHSCHULPOLITIK

Ein Kanzler kommt, ein Kanzler geht

Der neue Kanzler Jens Andreas Meinen am Mikrofon während der Veranstaltung.

[Foto: dap]

16.09.2019 12:56 - Anna Riemen

Jens Meinen ist bereits einige Wochen im Amt: seine Begrüßungsfeier, die gleichzeitig Ex-Kanzler Rainer Ambrosy verabschiedete, fand am 12. September in einem exklusiven Rahmen statt.

Vor der Fakultät für Bildungswissenschaften am Campus Essen stehen weiße Sonnenschirme und mit Stoff überzogene Tische. Loungiger Jazz dringt nach draußen. Vor dem Eingang, der in das Foyer des Gebäudes führt, wächst eine Menschenschlange: Etwa 340 Gäste sind am 12. September zur Kanzlerverabschiedung und -begrüßung anwesend. Sie stammen allesamt aus dem Kreis der Verwaltung der UDE sowie weiteren Mitarbeitern. Die einzigen geladenen Studierenden sind Vertreter aus dem Senat und dem AStA.

Dem homogenen Publikum mittleren Alters fällt es sichtlich schwer, mit den wenigen jungen Menschen im Foyer zu interagieren.

Drinnen wird die Veranstaltung von Rektor Ulrich Radtke eröffnet. Weitere Redner folgen: der Vorsitzende des Hochschulrats Klaus Trützschler, Ex-Kanzler Rainer Ambrosy und schließlich sein Nachfolger, Jens Meinen. Hinter der kleinen Bühne wartet eine Dame vom Cateringservice. Sie stemmt einen riesigen Kuchen, verziert mit einem goldenen Marzipanschlüssel. Ihre Arme zittern. Regelmäßig schlüpfen Gäste in den Bühnenschatten, um ihr zu helfen. Schließlich nimmt Ambrosy ihr den Kuchen ab und gibt ihn, symbolisch für den Generalschlüssel der UDE, auf der Bühne an Meinen weiter. Und mit ihm den Posten, den er 15 Jahre lang innehatte.

Ambrosy hatte eigentlich keinen großen, offiziellen Abschiedswirbel gewollt. „Die Menschen sollen mich lieber anhand meiner Taten und so, wie sie mich persönlich erlebt haben, in Erinnerung behalten,“ findet er. Dennoch sei er von Freude und Dankbarkeit überwältigt. Die Reden waren auf seine Bitte hin möglichst kurz gehalten worden. Tatsächlich ging der offizielle Teil der Veranstaltung somit nur eine Stunde. 17 Jahre Hochschulerfahrung bringt Meinen in sein neues Amt mit. Auch ihm gefiel seine Begrüßung: „Die Menschen sind nett und wohlwollend. Natürlich ist mir bewusst, wie viele Aufgaben auf mich warten. Das wird hart, aber es erschreckt mich nicht.“ Vielmehr sei er neugierig auf seine neue Universität.

„Wir dürfen uns nicht immer nur mit uns selbst beschäftigen“

Dem homogenen Publikum mittleren Alters fällt es sichtlich schwer, mit den wenigen jungen Menschen im Foyer zu interagieren. Nicht so dem Ex-Kanzler: Er ist von Gästen umringt. Dennoch ist Ambrosy so bemüht, auch ihnen seine Aufmerksamkeit zu schenken, dass er sich beinahe zum Anschneiden des Schlüsselkuchens verspätet. Der Abschied von seinen Mitarbeitern aus dem Studierendenkreis fiel ihm, so sagt er später, besonders schwer. „Wir alle, ob Lehrende oder Verwaltung, sind in erster Linie für die Studierenden da. Dafür, dass sie eine gute Ausbildung und später einen guten Job bekommen. Wir dürfen uns nicht immer nur mit uns selbst beschäftigen,“ findet er.

Meinen ist ebenfalls darum bemüht, möglichst schnell mit seinen Studierenden in Kontakt zu kommen. Zunächst habe er einen Termin mit dem AStA vereinbart. In den vergangenen Wochen habe er versucht, herauszufinden, was seinen Studenten*innen wichtig sein könnte. „Ich habe etwa vom KKC gehört. Da will ich auf jeden Fall was tun“, verspricht Meinen als Ausblick auf die Zukunft der UDE unter seiner Obhut.

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