HOCHSCHULPOLITIK

Debattierclub an der Universität Duisburg-Essen gegründet

10.05.2018 12:52 - Philipp Frohn

Was im angelsächsischen Raum an Universitäten schon lange Tradition hat, verbreitet sich auch in Deutschland. Mittlerweile gibt es hierzulande 60 universitäre Debattierclubs. Nun hat sich einer an der Universität Duisburg-Essen der ‘UDEbattierclub’ gegründet. Fünf Studierende kamen zur Auftaktveranstaltung des Debattierclubs, der sich vergangenen Donnerstag, 3. Mai, im Casino auf dem Essener Campus traf.

Die Idee eines Debattierclubs entstand aus studentischer Initiative. Gemeinsam mit Germanistik-Dozentin Sabine Plum und Kulturreferentin Leonie Hecken (Juso Hochschulgruppe) haben Dana Maria Kier, Chiara Cloeren, Laura Maria Lewald und Philipp Niems den UDEbattierclub ins Leben gerufen. Dass dort kontroverse Themen diskutiert werden, zeigte sich bereits beim ersten Zusammenkommen. „Bei unserem Treffen ergab sich aus einem kurzen Statement zum Thema Echo-Award und Political Correctness eine Debatte“, so Hecken. Anlass war die Preisvergabe an die Rapper Kollegah und Farid Bang, die einen Diskurs über Antisemitismus im Rap und Grenzen der Kunst- und Meinungsfreiheit nach sich zog.

Bei den zukünftigen Treffen sollen ebenfalls aktuelle Ereignisse und Debatten im Mittelpunkt stehen. Möglich wären beispielsweise Debatten über eine Zuckersteuer oder Alkoholabstinenz, schlägt Hecken vor. Auch wenn Kontroversen ausdrücklich gewünscht sind, legen die Initiatorinnen Wert auf eine respektvolle Diskussionskultur. „Unsere Grenzen liegen da, wo Menschen verbal verletzt oder wegen ihrer Meinung eingeschränkt werden“, so Hecken. Beleidigungen und „unsportliche“ Provokationen seien unerwünscht. „Sollte so ein Fall einmal eintreten, werden wir natürlich darauf reagieren, aber auch erst mögliche Missverständnisse klären.“

Ein*e Debattenteilnehmer*in bereitet zu den Themenvorschlägen immer eine kurze Ansprache vor, in der er*sie eine Pro- oder Contra-Position vertritt. „Wenn sich genügend Pro- beziehungsweise Contra- Debattierende hier zuordnen, findet eine Debatte statt, wobei je nach Teilnehmerzahl verschiedene Formate gewählt werden“, erläutert Hecken. Zum Beispiel könne in einer klassischen Oxford-Debatte jede*r Diskutant*in ein fünfminütiges Eröffnungsplädoyer zur Positionserörterung erhalten, woraufhin anschließend Fragen anderer Teilnehmender oder aus dem Publikum in zwei Minuten beantworten werden müssen.

Ziel ist, dass der Debattierclub zu einer festen Institution an der Universität Duisburg-Essen heranwachsen soll. Ein Termin pro Monat sei geplant, so Hecken. Sollte der Bedarf höher sein, könnte aber auch überlegt werden, sich alle zwei Wochen zum Diskutieren zu treffen. Ein kleiner Wermutstropfen: Der Debattierclub trifft sich ausschließlich in Essen. Interessierte Studierende aus Duisburg müssen also pendeln. Insgesamt sei der partizipative Charakter der Veranstaltung sehr wichtig, findet Hecken: „Wir sind sehr offen für Themenvorschläge und freuen uns über neue Ideen und Fragestellungen von Studierenden.“

Die Mitglieder vom UDEbattierclub treffen sich das nächste Mal am Donnerstag, 7. Juni, um 18 Uhr im Raum R12 T03 F87. Bei Interesse oder Fragen können sich Studierende unter leonie.hecken@asta-due.de melden.

 

 

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