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HOCHSCHULPOLITIK

Coronavirus schränkt den AStA ein

[Foto: Jacqueline Brinkwirth]
22.03.2020 13:58 - David Peters

Aufgrund des Coronavirus und den damit verbundenen Einschränkungen für die Bevölkerung, muss auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) sein Angebot einschränken. Veranstaltungen wie das Campusfest wurden abgesagt.

Das Coronavirus beschäftigt auch den AStA der UDE: „Auch bei uns als Studierendenvertretung bleibt die aktuelle Lage nicht ohne Auswirkungen. Es ergeben sich diverse neue Problemstellungen für Studierende“, erklären die Vorsitzenden Max Wernicke und Aylin Kilic. Zudem gibt es zahlreiche Einschränkungen im Angebot des AStA. Die Sprechstunden der Sozial- und Rechtsberatung und des Referats für Sozialpolitik finden zwar zu den regulären Zeiten statt, allerdings nur telefonisch. Außerdem wurden alle in naherr Zukunft geplanten Veranstaltungen abgesagt, darunter fällt auch das Campusfest, dass im Juni stattfinden sollte. Der AStA-Keller und der Frei[]Raum sind aktuell geschlossen und stehen auch nicht für Vermietungen zur Verfügung. 

„Unsere aktuell angestellten Mitarbeiter*innen werden weiter beschäftigt“

Sitzungen des AStA wird es vorerst nicht geben. „Unsere beschlussfähigen und hochschulöffentlichen Präsenzsitzungen werden ausgesetzt. Wir arbeiten aber mit Hochdruck an der Findung eines sicheren Tele-Verfahrens“, so die Vorsitzenden. Inhaltliche Anträge ohne finanzielle Komponente können weiterhin eingereicht und bearbeitet werden.

Gute Nachrichten gibt es allerdings für die Beschäftigten des AStA: „Unsere aktuell angestellten Mitarbeiter*innen werden weiter beschäftigt“, erklären die Vorsitzenden weiter. Des Weiteren sollen Projektstellen ausgeschrieben werden, die auch im Home Office umsetzbar sind. Dabei soll es unter anderem um die Schaffung eines allgemeinen universitären Awareness-Konzepts gehen. Von der Universität fordert der AStA eine Weiterbeschäftigung aller an der Uni angestellten studentischen Hilfskräfte, auch wenn in dem Bereich teilweise Aufgabenbereiche, wie Services in den Bibliotheken, wegfallen. 

Wie geht es weiter mit den Prüfungen?

Auch die Verschiebung von Prüfungen war ein viel diskutiertes Thema unter den Studierenden. Die Universität hatte bekannt gegeben, dass alle Prüfungen, sowohl Klausuren, als auch mündliche Prüfungen, bis zum 19. April nicht stattfinden werden. Mehr dazu gibt es in unserem Corona-Newsblog. Der AStA wünscht sich eine „möglichst einheitliche und ausreichende Verschiebung sämtlicher Präsenzprüfungen und Hausarbeiten“. 

Neben Unternehmen und Freiberufler*innen sind auch Studierende von der aktuellen Krise und den damit verbundenen Verdienstausfällen betroffen. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte am 19. März einen 25 Milliarden schweren Rettungsschirm beschlossen. Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart kündigte an: „Jetzt kommt es darauf an, schnell, unbürokratisch und wirksam zu handeln. Deshalb bieten wir hunderttausenden von Mittelständlern, Kleinunternehmen und Start-ups in Nordrhein-Westfalen Hilfen an, um ihnen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit zu geben“. Der AStA fordert auch Hilfen für Studierende: „Wir fordern von Bund und Ländern, Studierende im Allgemeinen und Studis aus Nicht-EU-Ländern bei sämtlichen Maßnahmen zur Einkommenskompensation mit zu berücksichtigen“.
Der AStA ruft außerdem alle Studierenden zu einem solidarischen Miteinander und gegenseitiger Hilfe auf, „ob unter Studis mit der gegenseitigen Bereitstellung von Lernnotizen und Zusammenfassungen oder als solidarische Nachbar*innen mit Einkaufshilfe für Menschen der Risikogruppe“.

Die aktuellen Entwicklungen rund um das Corona-Virus und die Uni Duisburg-Essen könnt ihr in unserem Newsblog verfolgen.

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