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HOCHSCHULPOLITIK

Corona: Keine Erstattung des Semestertickets

28.08.2020 15:22 - David Peters

Aufgrund des Onlinesemsters forderte der AStA der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine Senkung des Mobilitätsbeitrages. Die Verkehrsbetriebe lehnen das ab, eine Erstattung sei in den Verträgen nicht vorgesehen.

208,38 Euro zahlen Studierende für den sogenannten Mobilitätsbeitrag, davon entfallen 151,98 Euro auf das VRR-Semesterticket und 56,40 Euro auf das NRW-Ticket. Da das vergangene Semester aufgrund der Coronapandemie lediglich als Online-Semester, also ohne die Bahnfahrten zur Universität, stattfand und auch das kommende Semester nicht als reguläres „Präsenz-Semester“ stattfinden soll, kritisierten Studierende den hohen Beitrag. Der AStA der UDE hatte sich deshalb mit den Verkehrsbetrieben DVG, Ruhrbahn und dem VRR getroffen, um sich über das Semesterticket in Zeiten der Pandemie auszutauschen. Der AStA forderte eine Senkung des Mobilitätsbeitrages aufgrund des Online-Semesters und eine Rückerstattung des Beitrages aus dem vergangenen Semester.  „Für das Wintersemester 2020/2021 wird ebenfalls der komplette Betrag erhoben, obwohl die Pandemie und alle damit verbundenen Einschränkungen an der Universität und im Alltag weiterhin bestehen“, erläutert Gustav Berger aus dem Referat für Ökologie und Mobilität.

Vertrag lässt keinen Spielraum für weitere Kulanz

Für den VRR ist die Sache allerdings klar: „In den bestehenden Verträgen zum SemesterTicket ist eine Erstattung für eine Nicht- oder nur teilweise Nutzung des Tickets nicht vorgesehen“, so Pressesprecher Dino Niemann. Zudem sei eine Nutzung des Tickets auch möglich, wenn keine Lehrveranstaltungen stattfinden. So sieht es auch die DVG: „Da die Nutzung in ganz NRW möglich ist, ist der Fokus auf die ausschließliche Nutzung für Fahrten zur Universität zu kurz gegriffen. Daher sind die ausgefallenen Präsenzveranstaltungen an der Universität kein Grund, etwaige Rückzahlungen zu leisten.“ Der Preis für das Ticket sei ohnehin schon sehr günstig. „Weitere Kulanzregelungen und ein solch günstiger Preis im Vergleich zu allen anderen Produkten und Zielgruppen ist schwer zu begründen.“

Laut Ruhrbahn war auch die schwierige Haushaltssituation der Städte Duisburg und Essen aufgrund zusätzlicher Belastungen durch die Corona-Pandemie ein weiterer Grund, warum keine Kulanzregelung gefunden werden konnte. Die DVG, Ruhrbahn und der VRR haben allerdings die Mehrwertsteuerabsenkung ab dem 1. August an die Studierenden weitergegeben. Gute Nachrichten gibt es für die Studierenden, die aufgrund der Pandemie immer noch im Ausland festsitzen. Sie haben die Möglichkeit sich den Mobilitätsbeitrag erstatten zu lassen.

Für die AStA-Referent:innen eine enttäuschende Lösung, man blickt aber optimistisch auf kommende Vertragsverhandlungen: „Uns wurde signalisiert, dass hier die Möglichkeit bestünde, den Vertrag für die Zukunft anzupassen und das wollen wir auch versuchen.“ Zusätzlich wolle man sich zusammen mit dem Landes-Asten-Treffen für eine Preisstabilität einsetzen. Zuletzt musste der Mobilitätsbeitrag immer wieder angehoben werden. „Der Preis soll sich in den nächsten Jahren nicht erhöhen“, so Berger. „Das wäre unserer Meinung nach ein Entgegenkommen, dass für die Studierendenschaft eine Kompensation der Belastung durch die Ticketgelder während der Pandemie sein könnte.“

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