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HOCHSCHULPOLITIK

Corona-Hochschulverordnung: Das ändert sich an der UDE

Die UDE setzt die Corona-Hochschulverordnung um.

[Symbolbild: David Peters]

25.05.2020 14:00 - David Peters

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) setzt die Corona-Hochschulverordnung der nordrhein-westfälischen Landesregierung um. Damit soll ein funktionierender Hochschulbetrieb sichergestellt werden. Der AStA sieht die Umsetzung größtenteils positiv.

Die UDE hat am 13. Mai die „Ordnung zur Umsetzung der Verordnung zur Bewältigung der durch die Coronavirus SARS-CoV-2-Epidemie an den Hochschulbereich gestellten Herausforderungen“ veröffentlicht

Dadurch ändern sich einige Punkte für die Studierenden, unter anderem die Regelstudienzeit. Diese verlängert sich für Studierende, die im Sommersemester an der UDE eingeschrieben oder als Zweithörer*in zugelassen sind, um ein Semester. Diese Regelung gilt auch für Studierende, die aktuell beurlaubt sind. Die generelle Regelstudienzeit nach Maßgabe der fachspezifischen Prüfungsordnungen bleibt davon allerdings unberührt.

Die Umsetzung beinhaltet auch eine Regelung zu Anwesenheitspflichten als Teilnahmevoraussetzung für die Zulassung zu Modulprüfungen. Diese werden für ausschließlich digitale Lehrveranstaltungsformen ausgesetzt. Generell können Lehr- und Lernformen digital oder in einer Mischung aus digitalen und analogen Formaten angeboten werden. Auch Prüfungen können in elektronischer Form abgelegt werden. Die Entscheidung hierüber treffen die Modulbeauftragten in Absprache mit den Prüfer*innen. Außerdem darf auch die Form und Dauer der Prüfungsleistung geändert werden.

Freiversuche bis Oktober

Prüfungen, die im Sommersemester angetreten und nicht bestanden bewertet werden, werden nicht als Fehlversuch gewertet. Dies gilt sowohl für Erst-, als auch für Wiederholungsprüfungen.

Kritik gibt es außerdem bei der Abmeldefrist für Klausuren.

Prüfungen, „die aufgrund eines unentschuldigten Versäumnisses, eines Täuschungsversuches oder eines Ordnungsverstoßes mit „nicht bestanden“ oder „nicht ausreichend“ bewertet werden“, sind davon aber nicht umfasst. Der AStA lobt hier ausdrücklich die Entscheidung, bei den Freiversuchsregelung noch studierendenfreundlicher zu agieren, als es die Landesregierung eigentlich vorgesehen hat.

Laut Wunsch der Landesregierung sollten Freiversuche nur beim Erstversuch zählen. Aber es gibt auch Kritik: Die Freiversuchsregelung gilt nur bis zum 1. Oktober: „Dadurch könnten zum Beispiel Nachschreibetermine nicht mehr von der Regelung profitieren“, erklärt AStA-Vorsitzender Max Wernicke. „Da gilt es jetzt, Sensibilität dafür zu zeigen, dass die Corona-Krise auch im Herbst noch Auswirkungen auf die Studierenden hat.“

Abmeldefrist in der Kritik

Kritik gibt es außerdem bei der Abmeldefrist für Klausuren. Wernicke fordert eine Herabsetzung der Frist auf drei Tage. Bisher beträgt diese eine Woche. „Wir fordern das, weil Prüfungen aktuell nur noch zwei Wochen vorher angekündigt werden müssen“, führt Wernicke aus. Besonders die recht spontan organisierten Nachholprüfungen seien von kurzfristigen Ankündigungen betroffen. Dadurch bleibe den Studierenden nur eine Woche, um sich detailliert vorzubereiten und einschätzen zu können, ob ein Antritt bei der Prüfung sinnvoll sei, so Wernicke.

Die Corona-Taskforce (akduell berichtete) stand dem Rektorat bei der Umsetzung der Hochschulverordnung beratend zur Seite. Wernicke bewertet die Zusammenarbeit der verschiedenen Interessensgruppen als sehr gut: „Bildungspolitisch war man sich häufig einig, nur beim Organisatorischen gab es manchmal Differenzen.“ Dies sei auch dem Umstand geschuldet, dass sich nicht alle Ideen auch so umsetzen ließen.

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