Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Corona Hochschulverordnung: Änderungen im Überblick

Gremiensitzungen dürfen nun, statt auf dem Campus, in elektronischer
Form stattfinden. [Archivbild: David Peters]
28.04.2020 17:44 - David Peters

Am 18. März ist in Nordrhein-Westfalen eine neue Verordnung erlassen worden. Sie soll ein Studium unter den Bedingungen der aktuellen Corona-Pandemie ermöglichen. Unter anderem wird die Regelstudienzeit um ein Semester erhöht.

Unter dem sperrigen Namen „Verordnung zur Bewältigung der durch die Coronavirus SARS-CoV-2-Epidemie an den Hochschulbetrieb gestellten Herausforderungen“ ist am 18. März eine neue Verordnung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Parteilos) in Kraft getreten.

Die Verordnung soll „den Hochschulen flexible Instrumente an die Hand geben, mit denen diese in der Epidemie handlungsfähig bleiben und insbesondere den Lehr- und Studienbetrieb aufrechterhalten können“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums.

Die Verordnung sieht unter anderem eine Verlängerung der Regelstudienzeit um ein Semester vor. Dies gilt für alle Studierenden des Sommersemesters 2020, die nicht als Zweithörer*in eingeschrieben sind. Das Rektorat der jeweiligen Hochschule kann bestimmen, ob die Verlängerung auch für beurlaubte Studierende gilt.

Onlineprüfungen werden ermöglicht

Die Abnahme von Prüfungen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt der Verordnung. Diese erlaubt es den Hochschulen Prüfungen in elektronischer Form abzunehmen. Die Art und Weise der Prüfungsabnahme wird durch das Rektorat bestimmt. Zudem wird den Hochschulen erlaubt, die Form der in der Prüfungsordnung geregelten Prüfung zu ändern. So können beispielsweise Klausuren oder Hausarbeiten durch mündliche Prüfungen ersetzt werden. Auch im Hinblick auf Teilnahmevoraussetzungen, Wiederholung von Prüfungen und Nachteilsausgleich, dürfen die Rektorate von bestehenden Prüfungsordnungen abweichen. Prüfungen, die zum ersten Mal abgelegt und nicht bestanden werden, gelten als Freiversuch, sofern das Rektorat keine gegenläufige Regelung trifft.

Änderungen auch in der Hochschulpolitik

Auch die Gremien der Hochschulen sind von der Corona-Hochschulverordnung betroffen. Wenn nach Einschätzungen des Rektorats Wahlen der Gremien der Hochschule nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden können, ist es möglich, diese Wahlen zu verschieben. Dies könnte beispielsweise bei der im Sommer bevorstehenden Senatswahl der Universität Duisburg-Essen der Fall sein.

Sitzungen der Gremien können in elektronischer Form stattfinden

Die Amtszeiten der jeweiligen Gremienmitglieder würden sich dadurch bis zum erstmaligen Zusammentritt des jeweiligen Gremiums nach der verschobenen Wahl verlängern. Selbiges gilt für die Wahlen der Studierendenschaft. Hier trifft der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) die Entscheidung über eine Verschiebung der Wahlen.

Sitzungen der Hochschulgremien können in elektronischer Form stattfinden, ebenso wie Beschlüsse der jeweiligen Gremien. Die Verordnung trifft datenschutzrechtliche Vorkehrungen für die Bild- und Tonübertragungen der Sitzungen. Diese sind zulässig, um eine Öffentlichkeit für Sitzungen herzustellen, die nach dem Hochschulgesetz öffentlich stattfinden müssen.

Zusätzlich zur Verordnung stellt das Wissenschaftsministerium 20 Millionen Euro Soforthilfe für eine schnellere Digitalisierung der Hochschulen zur Verfügung. Damit sollen die Hochschulen die notwendige Technik erwerben können, um die Voraussetzungen für ein digitales Studium zu schaffen. „Die weitgehende Umstellung auf ein Online-Studium stellt die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen vor große Herausforderungen. Die Hochschulen müssen in kurzer Zeit ein enorm großes Digitalisierungsprojekt stemmen“, so Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen. Zu Beginn des Semesters klagten viele Studierende über die mangelhafte Umsetzung von Online-Vorlesungen oder -Seminaren.

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