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HOCHSCHULPOLITIK

Bezahlen in den UDE-Mensen nur noch bargeldlos

Essen und Getränke werden nur noch elektronisch bezahlt.[Foto: pixabay]
13.12.2020 12:35 - Laura Lindemann

Das Bezahlen in den Mensen der Universität Duisburg-Essen (UDE) funktioniert nur noch bargeldlos. Denn mit Wiedereröffnung der Mensen im Oktober wurde ein neues Kassensystem des Studierendenwerkes eingeführt. Während unter anderem der Kanzler die Umrüstung begrüßt, stehen einige Studierende der Umstellung in puncto Datenschutz kritisch gegenüber. 

Bei der vergangenen Senatssitzung richtete sich AStA- Vorsitzende Aylin Kilic mit der Frage an UDE-Kanzler Jens-Andreas Meinen, ob das ausschließlich bargeldlose Bezahlen in den Mensen nun ein endgültiger Entschluss gewesen sei. Denn im Verwaltungsrat sei nicht darüber abgestimmt worden und einige Studierende ständen dem neuen System kritisch gegenüber. 

Meinen begrüßt hingegen das im Oktober eingeführte neue Kassensystem des Studierendenwerkes der UDE. Das Konzept kenne er bereits von anderen Universitäten und befindet dieses für „zeitgemäß“. „Mit dem neuen System steht man nicht mehr so lange an der Kasse und wartet“, so der Kanzler. „So verläuft der Ablauf schneller, hygienischer und kostengünstiger.“ 

Mensen in Duisburg und Essen wieder geöffnet

Das Studierendenwerk hat seine Mensen wieder geöffnet. Der Ansturm war größer als erwartet.
 

Auf Anfrage der akduell erzählt AStA-Vorsitz Max Wernicke, dass man diese Umrüstung aus datenschutzrechtlichen Gründen durchaus kritisch sehen kann. „Uns gefällt die Alternativlosigkeit nicht. Studierenden sollte weiterhin die Option gegeben werden, auch mit Bargeld bezahlen zu können.“ So habe das neue System sicher Vorteile, allerdings kritisieren einige Studierende den damit wegfallenden Datenschutz. „Das zeigt eine gewisse Blindheit gegenüber dem Datenschutzthema“, sagt Wernicke.

AStA-Vorsitzende Aylin Kilic ergänzt: „Also zum einen sehen wir ein Problem für Gäste und Externe, die an den Campus kommen für spontane Einkäufe. Datenschutztechnisch ist es dann nun nicht mehr möglich anonym einzukaufen, alle Vorgänge werden dokumentiert, zusätzliche Informationen der Nutzer*innen werden erhoben.” Hauptsächlich richte sich die Kritik aber dahingehend, auf welche Art und Weise die Änderungen eingeführt wurden, so Kilic. Denn die Studierendenschaft wurde in ihren Augen nicht genug in den Entscheidungsprozess mit eingebunden. „Gerne hätten wir die Diskussion in der breiten Studierendenschaft geführt, bevor so eine Entscheidung durchgesetzt wird.”

Der Studi-Ausweis muss immer parat sein

Weiterhin können Studierende auch mit ihrem Ausweis bezahlen. Dieser lässt sich bargeldlos aufladen. „Allerdings ist die Aufladung umständlich, sodass viele dann auf den nahe gelegenen EC-Automaten zurückgreifen, um ihren Ausweis aufzuladen“, erklärt der AStA-Vorsitzende. 

Melanie Wessel vom Studierendenwerk der UDE erklärt die Umstellung, auf komplett bargeldloses Bezahlen in den Mensen, mit der von der Bundesregierung eingeführten Bon-Pflicht. „Mit Wiedereröffnung der Mensen Ende Oktober war der Startpunkt zur Umrüstung“, sagt Wessel. „Und das gilt in erster Linie der Bon-Pflicht, da wir den Anforderungen nur mit bargeldlosem Bezahlen gerecht werden können. Dafür brauchten wir ein neues Kassensystem.“ Die Corona-Pandemie habe das bargeldlose Bezahlen aus hygienischen Gesichtspunkten zusätzlich bekräftigt. 

Wessel sieht einen weiteren Vorteil in der schnellen und einfachen Umsetzung interner Prozesse: „Beispielsweise sind Gutscheine durch dieses Konzept denkbar.“ Aus ihrer Sicht ändere sich für Studierende ohnehin nicht viel, da die meisten mit ihrem Studierenden-Ausweis bezahlen würden. 
Und auch für das bargeldlose Bezahlen gilt: „Bitte trotzdem immer den Ausweis parat haben, damit vom Studierenden-Rabatt weiterhin profitiert werden kann“, appelliert Wessel. 
 

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