Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

Beschäftigungsverhältnisse der Doktorand*innen werden weiter diskutiert

Der Senat der UDE tagt ein Mal im Monat.

[Symbolbild: Jacqueline Brinkwirth]

14.05.2019 16:46 - Laura Lindemann

Die ungleichen Beschäftigungsverhältnisse zwischen den verschiedenen Fakultäten wurden auch bei der Senatssitzung weiter debattiert. Schon bei der vorherigen Sitzung ging es darum, dass die Naturwissenschaftler*innen, Mediziner*innen und Informatiker*innen im Vergleich zu den Geisteswissenschaftler*innen, meist eine 100-Prozent-Stelle bei einer Promotion bekommen. Bei der letzten Sitzung kamen hierbei vor allem die Vorsitzenden der verschiedenen Fakultäten zu Wort.

Zu Beginn der Diskussionsrunde gab Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, ein Statement ab: „Ich sah und sehe es nach wie vor als notwendig an, den nicht-Gehörten eine Stimme zu geben und bin der Meinung, dass die unterschiedlichen Fächer alle gleich besoldet werden müssen.“ Er ist der Ansicht, dieses Ziel auch mit dem aktuell vorhandenen Budget erreichen zu können – obwohl sich die Anzahl an Promovierenden als größer erweist, als ursprünglich erwartet.

Eva Zeppenfeld, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fakultät für Chemie, kritisierte, dass es in sechs Fakultäten keine ausreichenden Gespräche über das Thema gegeben hätte: „Zu einer Stellungnahme gehören mehr dazu, als nur die verantwortlichen Dekane.“ Doch hätte es laut einiger Senator*innen zu keiner klaren Stellungnahme kommen können, da die Meinungen im Mittelbau zu dem Thema ebenfalls gespalten seien. Im Senat war man sich auch uneinig über die Stellenverteilung. Einige vertraten die Meinung, 100-Prozent-Stellen nicht unbedingt besser seien als beispielsweise 75-Prozent-Stellen. Sie äußerten Bedenken, dass bei einer Vollzeitstelle zu wenig Zeit zum Studieren bleiben würde. „Ich finde wir sollten die Diskussion weiter öffnen und nicht auf einem Punkt verharren“, meldete sich ein Senator zu Wort. „Der Kern dieser Promotion ist der Doktortitel, da sollte der akademische Aspekt nicht unter den Tisch fallen.“

Gespräche über Stellenkürzung

„Promotionsstellen sind Qualifikationsstellen. Es wird darauf hinauslaufen, dass es bald deutlich weniger Promotionsstellen geben wird“, erklärte die Senatsvorsitzende und Soziologin Anja Steinbach. So würden weniger Menschen Zugang zu einer Promotion haben. Während der Sitzung setzte sich der Senator Fabian Franken dafür ein, auch die Studierenden aus sozial schwächeren Familien in der Diskussionsrunde zu berücksichtigen: „Oft haben diese Menschen nicht die Möglichkeit zu promovieren, weil ihnen einfach die finanziellen Mittel fehlen.“

„Da sollte der ademische Aspekt nicht unter den Tisch fallen.“

Würden die Stellen weiter gekürzt, würde der Zugang für die Betroffenen womöglich noch schwerer werden, so Franken. „Die Frage ist, ob wir die Besten haben wollen oder eine Gleichheit herstellen“, gab eine Senatorin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, zu bedenken.

So zeigte sich während der Sitzung, dass sich bei der Debatte um die Beschäftigungsverhältnisse viele verschiedene Baustellen ergeben, die es zu bearbeiten und berücksichtigen gilt. Radtke beendete die Runde mit den Worten: „Ich bin verpflichtet in den einzelnen Fächern für gleiche Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die Besten zu haben und Gleichheit zu schaffen schließt sich für mich nicht aus. Man muss für die Besten eben die gleichen Bedingungen herstellen.“

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