Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

AStA-Vorsitzende in den fzs-Vorstand gewählt

Amanda Steinmaus blickt positiv aber auch selbstkritisch auf ihre Zeit im AStA zurück. [Foto: Lorenza Kaib]

19.08.2019 14:34 - Dennis Pesch

Auf der 62. Mitgliederversammlung des freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) in Lüneburg Anfang August wurde die AStA-Vorsitzende der Universität Duisburg-Essen (UDE), Amanda Steinmaus (Grüne Hochschulgruppe), in den Vorstand des fzs gewählt. Im September tritt sie das Amt an und scheidet dann aus dem AStA aus.

Zweieinhalb Jahre hat Amanda Steinmaus im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der UDE gearbeitet. Bevor sie im August 2018 die Nachfolge von Marcus Lamprecht (Grüne Hochschulgruppe) im AStA-Vorsitz antrat, war sie wechselnd Referentin für Hochschulpolitik, Kultur und Sozialpolitik im AStA. Steinmaus wurde damals als Vorsitzende nachgewählt, weil Lamprecht in den fzs-Vorstand gewählt wurde, wo er nun im kommenden September aufhört und Steinmaus ihr Amt antritt.

Rund 90 Studierendenschaften sind nach Angaben des Verbands im fzs organisiert. Der vertritt einige Anliegen von Studierenden vor allem in der Bundespolitik, bringt sich in Landesdebatten zu beispielsweise Hochschulgesetzen ein und organisiert politische Bildung. Die Funktion im Vorstand des fzs ähnele strukturell den Aufgaben, die Steinmaus im AStA wahrnimmt. „Einerseits habe ich eine Repräsentationstätigkeit und andererseits muss ich nach innen in die Studierendenschaften

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kommunizieren“, sagt sie. Ihre Arbeit im AStA drehte sich im vergangenen Jahr darum, die studentische Mitbestimmung an der Universität und darüber hinaus zu verbessern: „Wir setzen uns für tatsächliche studentische Mitbestimmung ein, die sich nicht nur darauf beschränkt unsere Meinung an zu hören.“

Besonders beschäftigt hat Steinmaus die Wiedereröffnung des Kunst- und Kulturcafés, kurz KKC, das unter dem AStA in Essen liegt und seit mehreren Jahren geschlossen ist. Seit Monaten verhandelt der AStA mit dem Studierendenwerk, der Universität und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW über eine Wiedereröffnung des KKC. „Das Problem ist, dass so viele Stellen daran beteiligt sind. Die Wiedereröffnung dauert dadurch länger als manche Studierende an der Uni sind.“ Auch die Versorgungssituation des Studierendenwerks oder steigende Mieten in Wohnheimen waren für Steinmaus bedeutende Themen. „Ich glaube, das der Vorsitz als Team gut funktioniert hat und wir es intern geschafft haben, viele Konflikte gut zu regeln, aber natürlich wünsche ich mir noch mehr Veranstaltungen und Sichtbarkeit für den AStA“, resümiert Steinmaus selbstkritisch ihre Zeit im AStA.

Nachwahl im September

Im fzs ist ihr wichtig, dass der Verband weiterhin Weiterbildungsangebote für Studierende anbietet, die in der Hochschulpolitik aktiv sind: „Das kommt in der alltäglichen Arbeit in einer Studierendenschaft oft zu kurz“, sagt sie. Vom Amt im fzs erwartet sie außerdem, dass es noch arbeitsintensiver als ihre Zeit im AStA wird: „Die fzs-Vorstände bekommen eine Bahncard 100, weil sie quasi in der Bahn leben. Wir fahren beispielsweise in die Studierendenschaften vor Ort und sind permanent unterwegs.“

Womit sie sich inhaltlich im fzs auseinandersetzen wird, entscheidet sich Anfang September, wenn der neue Vorstand die Arbeit antritt. „Es gibt viele interessante Kampagnen, zum Beispiel ‚Lernen am Limit‘, die sich mit den Studienbedingungen auseinandersetzt“, sagt sie. Lernen am Limit beschäftige sich beispielsweise mit den Folgen von zu niedrigem BAföG und dem oft fehlenden Zugang für Studierende, überfüllten Seminaren oder maroden Wohnheimen. Aber auch andere Kampagnen wie gesellschaft*macht*geschlecht, die feministische Arbeit in der Hochschulpolitik unterstützt, interessieren Steinmaus.

Mitte September soll an der UDE dann ein neuer Vorsitz für den AStA gewählt werden. Wer es wird, darüber wird noch spekuliert. Rund zwei Wochen muss Steinmaus‘ Kollegin im Vorsitz, Aylin Kilic, auf eine der stellvertretenden AStA-Vorsitzenden vertrauen. Etwas über zwei Monate sind es dann nur noch bis schon ein neues StuPa gewählt wird.

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