Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

AStA unterstützt den Radentscheid Essen

Hier gibt es noch deutlichen Verbesserungsbedarf: Die Segerothstraße am Campus Essen. [Foto: Alexander Weilkes]
04.05.2020 15:59 - Alexander Weilkes

In einer Pressemeldung vom 23. März verkündet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Duisburg-Essen (UDE), künftig die Initiative Radentscheid Essen offiziell zu unterstützen. Das wichtigste Ziel: Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur Essens, um dem Rad- und Fußverkehr attraktiver zu machen.

Noch findet der Radverkehr in der verkehrspolitischen Planung der Stadt Essen wenig Beachtung. Wer zum Beispiel vom Hauptbahnhof zum Campus radeln möchte, kann zwischen der Hindenburgstraße und der Schützenbahn wählen. Die beiden vielbefahrenen Straßen stellen keine sichere und durchgängige Radinfrastruktur bereit. Selbiges gilt für die Gladbecker und die Segerothstraße, zwischen denen sich die Universität befindet. Trotzdem wählen rund 15 Prozent der Studierenden regelmäßig das Fahrrad, um zum Campus zu gelangen, wie eine Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) von 2018 ergab (Quelle).

Ziele der Initiative

Der Radentscheid Essen möchte die Situation für Radfahrende und zu Fuß Gehende verbessern und sammelt daher Unterschriften für ein Bürger*innenbegehren, das der Stadt am 28. Februar übergeben wurde. Insgesamt müssen 15.000 Unterschriften gesammelt werden, damit sich der Stadtrat mit den Anliegen des Begehrens beschäftigt. Unter anderem wird ein durchgängiges Netz für den Alltagsradverkehr gefordert.Lücken in der Radinfrastruktur sollen geschlossen werden, sodass Radwege nicht mehr unvermittelt enden.

Dabei soll das technische Regelwerk der „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA)” umgesetzt werden. Mehr Sicherheit für Radfahrende und zu Fuß Gehende im Straßenverkehr ist das Hauptziel. „Die Umsetzung der Ziele des Radentscheids ist eine absolute Notwendigkeit, um Essen zu einer studierendenfreundlicheren, und insgesamt lebenswerteren Stadt zu machen”, erklärt Gustav Berger. Er ist Referent für Ökologie und Mobilität im AStA der UDE, welcher den Radentscheid offiziell unterstützt. Jährlich sollen jedes Jahr mindestens acht Kilometer Radwege oder Radfahrstreifen an „Hauptverkehrsstraßen im Radhauptrouten- und Ergänzungsnetz” angelegt werden. Außerdem wird gefordert, mehr Fahrradstraßen einzurichten, Radwege durchgängig und einheitlich zu gestalten und zusätzliche Fahrradstellplätze zu bauen (Quelle).

Eine lebenswerte und klimafreundliche Stadt

Die Ziele der Initiative drücken jedoch nicht nur das Interesse aus, dass sich Menschen jeden Alters sicher und zügig mit dem Fahrrad fortbewegen können sollen. Wenn Stadtbewohner*innen vom PKW aufs Fahrrad umsteigen, wird weniger Verkehrsfläche benötigt und der ökologische Fußabdruck kleiner. 

Aylin Kilic, Vorsitzende des AStA der UDE , sieht diesen Zusammenhang ebenfalls: „Eine nachhaltige Kommune bedingt in erster Linie einen nachhaltigen Verkehr. Wenn wir also die Absicht erklären, Maßnahmen zum Klimaschutz zu verabschieden, müssen wir den Forderungen des Radentscheids folgen und die Zahl der Räder auf den Straßen steigern.“

Auf dem Essener Campus finden aufgrund der derzeitigen Lage vorerst keine Unterschriftensammelaktionen statt, es gibt aber viele feste Sammelstellen im Essener Stadtgebiet (Quelle).

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