Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

AStA bleibt auch der eigenen Arbeit gegenüber kritisch

Nach gut drei Stunden war die AStA-Sitzung im April beendet.
[Foto: Jacqueline Brinkwirth]

21.04.2019 14:01 - Jacqueline Brinkwirth

Fehlende Beschlussfähigkeit sorgte dafür, dass die planmäßige April-Sitzung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) vom 12.04. gut eine Woche später fortgeführt werden musste. Themenschwerpunkte waren unter anderem die finanzielle Unterstützung für Projekte gegen Rechts, geplante Veranstaltungen im Sommersemester und die Berichte der einzelnen Referate. Die eigene Arbeit wurde dabei allerdings nicht nur gelobt.

Da der erste Anlauf der Sitzung am 12. April wegen mangelnder Beschlussfähigkeit scheiterte, setzte der Studierendenausschuss die Sitzung am 18. April fort. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit mit 15 anwesenden Referent*innen und Beschließung der Tagesordnung, ging es mit der Abstimmung verschiedener Anträge weiter.

Mehr Unterstützung für RiseUp

Vorgestellt wurden alle zu verhandelnden Anträge von Phillip Collin (LiLi), Referent für Kultur. Zwei der vier Anträge drehten sich um die finanzielle Unterstützung des Jugendbündnisses RiseUp, das am 1. Mai einen Protest gegen eine Demonstration der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ organisiert. Auch der AStA beteiligt sich an diesem Bündnis (akduell berichtete).

Der AStA hatte hierzu bereits auf einer Sitzung im Februar über einen Demo-Skillsharing-Workshop abgestimmt, der im vergangenen Haushaltsjahr jedoch nicht mehr abgerechnet werden konnte und pro forma noch einmal durch die Referent*innen bestätigt werden musste. Ein weiterer Antrag bezog sich auf Zuschüsse für Mobilisierungsmaterial, das beim Gegenprotest am 1. Mai in Duisburg benötigt wird. Dabei wurde die Kostenübernahme für Flyer, Plakate, Jutebeutel und einen Wagen mit Lautsprecheranlage in Höhe von 850 Euro abgestimmt. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

 Kritik in den eigenen Reihen 

Beim Tagesordnungspunkt Berichte stellten anschließend alle Referate ihre Arbeit der letzten Wochen vor. Das Referat für Hochschulpolitik, bestehend aus Diana Pruszkowski (listenlos), Esther Smollich, Nils Kriegeskorte und Tatevik Sedrakyan (alle GHG) berichtete vor allem über die geplanten Veranstaltungen, darunter eine Podiumsdiskussion zur Europawahl am 6. Mai. 

Die enge Planung mit weiteren Veranstaltungen am 4. und 7. Mai und die bislang fehlende Kommunikation mit dem Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, kam nicht bei allen Referent*innen gut an. „Das ist schon etwas knapp berechnet, wenn ihr quasi jetzt erst das Öff beauftragt Plakate zu machen. Das ist für alle Referate wichtig. Bitte leitet das demnächst früher weiter“, kritisierte Vorsitzende Aylin Kilic (GHG).

„Wir sind da unserer Aufgabe überhaupt
nicht nach-gekommen“

 

Für weitere Debatten sorgte der Bericht des Referats für Sozialpolitik. Besonders die Weiterführung des Awareness-Programms warf einige Nachfragen auf. Miriam Tomalla (LiLi) zeigte sich offen für die Idee, neue Workshops zum Thema auszurichten, schränkte allerdings ein: „Wir sind in diesem Jahr sehr desillusioniert gestartet. Letztes Jahr waren wir darum bemüht, dass auch die Fachschaften das annehmen und das hat bis auf die Fachschaft SoWi nicht gut funktioniert. Deswegen haben wir uns dann gefragt, ob wir den Fokus der SoPo-Arbeit weiterhin auf Awareness legen wollen.“
Ob und wie das Programm weitergeführt wird, wollen die SoPo-Referent*innen noch einmal innerhalb des Referats diskutieren.

„Man muss die Zeit der anderen respektieren“

Aylin Kilic (GHG) äußerte schließlich beim Bericht des Vorsitzes Unmut über die vertagte Sitzung im April: „Dass wir letzten Freitag nicht beschlussfähig waren, war sehr ärgerlich, weil Viele sich auch nicht vorher abgemeldet haben. Ich werde ab jetzt nur noch offizielle Abmeldungen per Mail akzeptieren. Ich finde, wir sollten da die Arbeit und die Zeit der Anderen akzeptieren, die zur AStA-Sitzung kommen. Das gilt aber auch fürs StuPa.“ 

Bei der letzten StuPa-Sitzung wurde der Antrag über die Erhöhung des Studierendenbeitrags (akduell berichtete) an den Satzungsausschuss verwiesen und der Nachtragshaushalt abgelehnt, weil einige AStA-Referent*innen nicht anwesend waren und Keine*r aus der Opposition dafür gestimmt hatte. Finanz-Referent Pascal Winter (Jusos) ergänzte: „Wir sind [letzte Woche] unserer Aufgabe überhaupt nicht nachgekommen. Wir bekommen alle eine Aufwandsentschädigung und die Sitzungen sind einmal im Monat, die dauern auch nicht so lange wie eine StuPa-Sitzung und ich finde, das kann man sich dann auch einmal antun.“

Die nächste Sitzung des AStA findet am 07. Mai in Duisburg statt.

„Alles was ich weiß“

Was weiß ich alles? Florian Toperngpong hat in einer Performance all sein Wissen auf Notizzetteln gesammelt.
 

Rave, eat, sleep, repeat: Das Studio Essen feiert Abschied

Das Closing im Studio Essen rührte am 05. April 2019 selbst härteste Techno-Fans zu Tränen.
 

So findest du die richtige Literatur für deine Hausarbeit

Die Recherche von Literatur ist für Klausuren, Referate und Hausarbeiten elementar. So findest du die richtige Literatur für dein Thema.
 
Konversation wird geladen