Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

HOCHSCHULPOLITIK

2,2 Millionen Euro für die Forschung der UA Ruhr

  Durch die Mercur Förderungsgelder können weitere Projekte umgesetzt werden.
[Foto: pixabay]
29.01.2020 09:37 - Lena Janßen

Das Mercator Research Center (Mercur) hat für Forschungsprojekte der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Kooperation mit der Ruhr Universität Bochum (RUB) und der technischen Universität Dortmund (TU) eine Summe von 2,2 Millionen Euro Forschungsgeld bewilligt. Die UDE wird an allen Projekten beteiligt sein.

Rund 400.000 Euro sollen in eine interdisziplinäre Forschungsgruppe fließen, die sich mit Einflussfaktoren der schulischen Integration neu zugewanderter Kinder im Grundschulalter beschäftigen wird. Die Forschungsgruppe will herausfinden, ob diese Kinder im Vergleich zu anderen Kindern ihrer Altersgruppe mehr Unterstützung bei der Integration brauchen oder nicht.
In einem weiteren Projekt werden sich Forscher*innen der RUB und der UDE mit Thermodynamik, Elektrochemie und Materialforschung beschäftigen und nach neuen Batteriematerialien forschen. Das Projekt läuft unter dem Namen „Novel Nasicon-type sodium solid electrolytes for next generation sodium ion batteries“, bei dem ein besonderer Fokus auf der Entwicklung natriumbasierter Feststoffbatterien liegt. Auch dieses Projekt wird mit einer Summe von 400.000 Euro von Mercur gefördert. Weitere 400.000 Euro gehen an das kooperative Forschungsprojekt von Wissenschaftler*innen mit dem Titel „Migrantenorganisation und die Ko-Produktion sozialer Sicherheit“. Daran arbeiten Forschende aller drei Hochschulen. Auf der einen Seite sollen die sozialen Risiken der Migrantenbevölkerung untersucht werden, auf der anderen Seite, wie die Migrantenorganisationen auf diese Herausforderungen reagieren oder ob sie auf soziale Sicherungssysteme zugreifen.

Neue UA Ruhr-Professur bewilligt

Zwei Forschungsprojekte wird Mercur mit jeweils 150.000 Euro fördern. Dabei handelt es sich zum einen um das kooperative Projekt „Hybrid East Asian Language Learning Program (HELLP)“, dass sich mit einer nachhaltigen, signifikanten Verbesserung und Homogenisierung der sprachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten der Studierendenausbildung in den ostasiatischen Sprachen auseinandersetzt. Des weiteren wird das Lehrprojekt „Applied Financial Econometrics“ der UDE und TU gefördert. Dieses zielt hin auf die Entwicklung gemeinsamer Module, die die Methodenkompetenz bei der Nutzung von finanzstatistischen Methoden verbessern soll. Damit sollen Absolvent*innen sich auf dem Arbeitsmarkt zeitgemäßer und besser platzieren können. Mercur bewilligte unter anderem auch eine neue UA Ruhr Professur der Fachrichtung „Digitale Daten in der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschung“.
Diese soll an den wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten der RUB und der UDE und an der statistischen Fakultät der TU eingerichtet werden. Die Stelle wird übernommen von Thomas Bauer, Ökonom von der Ruhr Universität Bochum. Ziel dieses Projektes: die Weiterentwicklung von statistischen Analysemethoden, um digitale Datenmengen qualitativ besser auswerten zu können. Außerdem soll man sich mit Fragen beschäftigen, die in der politischen Debatte von großem Wert sind, wie zum Beispiel: Welche Effekte haben staatliche Infrastrukturmaßnahmen auf die regionale Entwicklung? Das Projekt wird mit rund 900.000 Euro gefördert.
 

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