Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

In der Kälte verheizt

Immer mehr Produkte werden online bestellt. Daher arbeiten Paketzusteller*innen unter stetig größerem Druck, vor allem kurz vor Weihnachten. Dass bei der Lieferung dann einiges schief gehen kann, dürfte allen Kund*innen durch eigene Erfahrungen bekannt sein. Aber woher rühren die Probleme und unter welchen Bedingungen arbeiten Beschäftigte bei der Post? Darüber, wie der Arbeitsalltag einer Paketzusteller*in aussieht, hat akduell mit Petra* gesprochen.
 

Ein veraltetes Relikt

 

Mit High-Tech Fashion gegen Überwachung

Ein Kollektiv als Unternehmen? Hyphen-Labs, 2016 von vier Women of Color gegründet, versucht sich an dieser Art der Unternehmensführung. Seit 2014 arbeiten die vier Frauen bereits zusammen. Inzwischen sind etwa fünfzehn Personen und Kooperationspartner*innen an den futuristischen Projekten beteiligt, die internationale Aufmerksamkeit hervorrufen. Dazu gehören Virtual-Reality-Räume, wie ein Haarsalon von schwarzen Frauen zur Weiterentwicklung des menschlichen Gehirns und Fashion gegen öffentliche Überwachung und Drohnen.
 

Mehr Freiräume gegen die Ödnis des Leerstandes

Das Recht auf Stadt für alle ist im Ruhrgebiet ein Dauerbrenner. Sowohl in Essen und Duisburg als auch in Bochum stehen vermutlich tausende Gebäude leer – manchmal Jahre bevor sie erneut genutzt oder abgerissen werden. Mehrere Initiativen stellen sich dem aktiv entgegen und fordern mehr (soziokulturelle) Freiräume. Doch oftmals bleibt es bei der Mühe, denn den Aktivist*innen werden von vielen Seiten Steine in den Weg gelegt.
 

Streit um Ex-RAF-Terroristen

Als das Studierendenparlament (SP) der Uni- versität Bonn am Montag, 4. Dezember, tagte, war der Ärger vorprogrammiert. Auslöser war die Buchvorstellung des ehemaligen Rote Armee Fraktion (RAF)-Terroristen Lutz Taufer. Am Mittwoch, 6. Dezember, präsentierte er im Bonner Buchladenkollektiv Le Sabot seine, im Juni veröffentlichte, Autobiographie <em>Über Grenzen. Vom Untergrund in die Favela</em>. Weil die Veranstaltung mit studentischen Geldern finanziert wurde, kam es zum Streit zwischen konservativ-liberaler Opposition und rot-grün-roter AStA-Koalition.
 

Frauenarztwahl: Irgendwo muss man ja Abstriche machen (lassen)?

Alle sechs Monate sollte frau* eine gynäkologische Praxis für die Routineuntersuchung aufsuchen – einmal im Jahr steht die Krebsvorsorge an. Für viele ein sensibles Thema, manche empfinden den Besuch als unangenehm – und einige mussten bereits negative Erfahrungen im Behandlungsraum machen. So auch Studierende der Universität Duisburg-Essen, Technischen Universität Dortmund und der Folkwang Universität der Künste. Ihre Beschwerden reichen von fehlender Aufklärung, einem rauen Ton in der Praxis und mangelhafter Betreuung bis hin zu verbalen Übergriffen und mangelhafte Hilfestellung in Notsituationen.
 

Sozialticket in die Wüste geschickt

Am 22. November verkündete die schwarz-gelbe Landesregierung, dass der Zuschuss von Seiten des Landes für das Sozialticket bis 2020 gestrichen werden wird. Das Ticket ermöglicht es finanziell schwachen Menschen zu einem günstigeren Preis öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Nach massiven Protesten ruderte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nun zurück. Die Streichung der Subventionen hätte allein in Nordrhein-Westfalen für circa 300.000 Bürger*innen eine erhebliche Einschränkung ihrer Mobilität und damit ihrer Möglichkeiten und Freiheiten bedeutet. Sozialhilfeempfänger*innen würden sozusagen von Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) in die Einöde verbannt.
 

Blasserdünnerjunge macht sein Ausstellung

Was ist los in Deutschland, was bewegt die Bevölkerung? Jan Böhmermann und die Kölner Produktionsfirma bildundtonfabrik (btf) zeigen in ihrer Ausstellung „Deuscthland“, die am Donnerstag, 23. November, ihre Eröffnung im NRW Forum Düsseldorf feierte, ihren ganz eigenen Blick auf die Gegenwart. Unsicherheit und Skepsis macht sich bei den Besucher*innen breit. Was ist Ernst und was Satire?
 

Wohnungslos und ausgegrenzt

<a href="http://akduell.de/2017/11/die-loesung-im-kampf-gegen-wohnungslosigkeit-sind-wohnungen/">Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen sind wohnungslos</a> und die kalten Monate haben begonnen. Vergangenen Samstag, 25. November, fand in Bochum ein von der Diakonie organisiertes Fest statt, bei dem Spenden an wohnungslose Menschen verteilt wurden. Im Vorfeld wurden bereits Kleiderspenden gesammelt.
 

Mit Wolfsgruß gegen Kritik

Die Veranstaltung über syrische Geflüchtete in der Türkei der Hochschulgruppe Kulturverein türkischsprachiger Studierender (KulTürk) am Dienstag, 21. November, an der Universität Bielefeld sorgte für einen Eklat. Als Referent luden sie Sezer Özcan ein, der unter anderem wegen eines antisemitischen Postings aufgefallen war. Es kam zu Protest gegen die Veranstaltung, dem aggressiv begegnet wurde. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass KulTürk problematischen Personen eine Bühne bietet.
 

Gib Geld, gib Geld!

 

Privatsphäre versus digitaler Fortschritt?

Vorlesungen auf Youtube, Seminare über Online-Plattformen wie Moodle, Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden per Chat – so und ähnlich gestaltet sich digitale Lehre an Hochschulen. Auch an der Universität Duisburg-Essen (UDE) werden digitale Mittel eingesetzt. Doch besonders das Aufzeichnen von Lehrveranstaltung und der rechtliche Rahmen, in dem das geschehen darf, wird derzeit diskutiert.