Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

!Vom Stammtisch

Wo erfahren Frauen* öffentlich, wer Abtreibungen durchführt?

02.09.2019 09:57 - Sophie Schädel

Jippieh, endlich weiß ich, wo ich abtreiben kann! Der Albtraum der CDU und der Kirche wird wahr, denn das Werbeverbot ist abgeschafft. Als gute Feministin habe ich schon immer so richtig Lust auf OPs oder heftige Medikamente gegen Zellhaufen in meiner Gebärmutter. Endlich hat die Bundesärztekammer die Liste mit den Abtreibungspraxen veröffentlicht.

Leider hat die Regierung da eines übersehen: Durch die jahrzehntelange Illegalisierung weiß niemand so genau, wo Abtreibungen angeboten werden. Halbwegs bekannt ist das nur in Berlin und Hamburg, weil es da schon länger öffentliche Listen gibt. Insgesamt kennt die Liste sage und schreibe 86 Praxen in ganz Deutschland, 81 davon in den beiden Stadtstaaten. Aber hey, top motivierten Frauen* wie mir ist schließlich kein Weg zu weit, die Bundesärztekammer rührt nach Ende des Werbeverbots schließlich kräftig die Werbetrommel – und ich kann mich dem neuen Hype um Abtreibung nicht entziehen. Da ist uns Frauen doch kein Weg zu weit. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! 

Hier bin ich Mensch, hier treibe ich ab?

Das Werbeverbot für Abtreibungen ist abgeschafft. Eine kleine Geschichte der deutschen Abtreibungsgesetze.
 

Paragraph 219a: Gerichtsstreit um Namensnennung von Abtreibungsgegner

Ein Abtreibungsgegner will BuzzFeed News verbieten seinen vollständigen Namen zu nennen.
 

Abtreibung ist eine Straftat, doch Frauen finden immer einen Weg

Abtreiben zu lassen ist eine Straftat. Für Abtreibung zu werben auch. Was bedeutet das für Schwangere? Und wo können sie abtreiben lassen?
 
Konversation wird geladen