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Warum ich Neujahrsvorsätze nicht mag, sie aber trotzdem aufstelle

Frohe Neujahrsvorsätze

[Foto: Mlk]

08.01.2021 15:01 - Magdalena Kensy

Das Jahr 2021 wurde zwar ohne Feuerwerk eingeläutet, Neujahrsvorsätze gibt es trotzdem reichlich. Unsere Redakteurin Magdalena kann ihnen wenig abgewinnen, stellt aber dennoch jedes Jahr neue auf. 

Ein Kommentar von Magdalena Kensy 

Jedes Jahr dasselbe: „Ich will mehr Sport treiben“, „Ich lebe ab jetzt gesünder“, oder „Keine Süßigkeiten mehr!“ Alles schon gehört, absolut nichts Neues und noch weniger überraschend ist die Tatsache, dass diese unspezifischen Vorsätze spätestens Anfang Februar vergessen sind. Schon vorm 1. Januar bohren die ersten nach: „Und was hast du dir fürs neue Jahr vorgenommen? Willst du was verändern?“ Ja, möchte ich. Nämlich für mich, für alle, die ich liebe und für die Gesellschaft, in der ich lebe. Das Wichtigste dabei ist aber: Ich brauche kein neues Jahr, um Gewohnheiten zu verändern!

10 hoffnungslose Neujahrsvorsätze

Alle Jahre wieder sind dies die Eintagsfliegen unter den Neujahrsvorsätzen.
 

Alle sollten sich fragen, ob man die Neujahrsvorsätze auch ernst meint. Ist das der Fall, kann man damit an jedem x-beliebigen Tag anfangen und nicht erst nächsten Monat, nächste Woche oder im neuen Jahr. Natürlich schwingt in jedem neuen Wochenanfang und Jahreszahlwechsel eine Art Neuanfang mit. Ein Startschuss für alle, die etwas extra Motivation oder eine Ausrede benötigen. Ich bin kein Unmensch und hoffe natürlich für jede:n, dass die Wünsche und Hoffnungen, die in diesen Neujahrsvorsätzen stecken, in Erfüllung gehen. Mehr Sport zu treiben heißt im Prinzip, fitter zu werden. Sich gesünder zu ernähren bedeutet, auf den Körper zu achten und darauf zu schauen, was in den Produkten steckt und auf welche Speisen man besser verzichten sollte. 

Was auf meiner Liste für 2021 steht? Natürlich möchte ich wie viele zum Jahreswechsel, gesünder werden und mehr auf mich achten. Wieder früher ins Bett gehen, mal früher aufstehen, um mehr von Tag zu haben. Auch wenn oberflächliche Vorsätze wohl nie verschwinden werden, so wünsche ich mir dennoch mehr Tiefgang. Ich mag keine Neujahrsvorsätze, stelle sie aber dennoch immer wieder auf. Deswegen setze ich mich aktiv und bewusst mit meinem Inneren auseinander. Dafür stelle ich mir unangenehme Fragen, die ich sonst lieber verdränge und gestehe mir öfter ein, dass nicht immer alles im Leben gut läuft. Meine Vorsätze: weniger Angst vor dem Leben haben und mich öfter etwas trauen, mehr für mich einstehen und nicht unterkriegen lassen. Mehr Zeit für mich nehmen, schließlich geht es mir damit langfristig besser. Wenn ich nämlich aktiv an mir arbeite und mein bestes gebe, dann ist es auch in Ordnung, sich mal Ruhe zu nehmen und vielleicht nicht alles zu schaffen. 

Ich kann allen nur nahelegen, sich Gedanken zu machen und die neuen Vorsätze für ein besseres Jahr und ein gestärktes Ich reflektierter aufzuschreiben. Ein Frohes Neues Euch allen!

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