Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

Textest du noch oder sextest du schon?

Auf die Plätze, fertig, Sexting! [Symbolbild: pixabay]
11.11.2019 11:09 - Lena Janßen

Zuletzt fragte mich eine Freundin, ob ich wüsste, wie man eine Sexting Konversation führt. Und ehrlich gesagt: nein, das wusste ich nicht. Ich durchstöberte also das Internet danach und habe für unsere Unisex-Kolumne die wichtigsten Basics zusammengetragen. Eins kann ich schon jetzt verraten: Sexting kann echt jede*r.

Laut Wikipedia ist Sexting „die private Kommunikation über sexuelle Themen per mobile messaging“. Im Klartext bedeutet das: Dirty Talk. Sexting ist nur das neumodische Wort dafür. Es setzt sich zusammen aus den Worten „Sex“ und „texting“ (aus dem Englischen übersetzt „eine Nachricht verschicken“). Die Methode des Sextings dient dazu, sich gegenseitig heiß zu machen, nur durch das Versenden von erotischen Nachrichten. So weit, so gut. Während meiner Recherche zu diesem

Thema und wie man Sexting „richtig“ betreibt, stieß ich nicht nur auf eine wahnsinnige Fülle von Ratschlägen zu „how to sexting“. Sondern auch auf Ausdrücke, die selbst mir neu waren. Zum Beispiel: Nelfie. Ein Nelfie ist ein nacktes Selfie. So so. 

Sexting kann Spaß machen. Und wenn der*die Partner*in nicht in Reichweite ist (zum Beispiel in Fernbeziehungen) durchaus die Beziehung beleben und aufregender machen. Doch wie beginnt man nun so eine Art Unterhaltung? Wichtig ist in jedem Fall der Wohlfühlfaktor. Denn auch beim Sexting gilt: wo über Grenzen gegangen wird, hört der Spaß auf. Fühlst du dich also wohl, dann kann es losgehen. Es muss nicht von Beginn an explizit und mit der Tür ins Haus sein.

Es braucht ein bisschen Zeit, für sich einen Weg der Sprache zu finden und sich dabei einzugrooven. Ein guter Einstieg wäre zum Beispiel: „Es ist so schade, dass du grade nicht hier bist“. Um dem*der Partner*in dann, so detailliert wie du es möchtest, zu beschreiben, was alles passieren könnte, wenn er*sie gerade vor Ort wäre. Sind dann bestimmte Wörter einmal abgetippt und losgeschickt, sinkt die Schamgrenze und der richtige Fun kann beginnen.

Ob man dabei Bilder – oder wie wir nun wissen „Nelfies“ - verschicken möchte, sollte man nach dem eigenen Gefühl entscheiden. Alles kann, nichts muss. Und als kleiner Tipp von eurer Sexting-Recherche-Kolumnistin: im WWW finden sich haufenweise Kniffe und Tricks, wie man die Sache am Besten angeht und welche Sätze heiß sein könnten. Google ist unser Dr. Sommer der Neuzeit. Und wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch beim Sexting: Übung macht den*die Meister*in!

Abschied vom Online-Dating: Wer ficken will, muss freundlich sein

Unsere Redakteurin erklärt in einer neuen Ausgabe Unisex, warum Tinder und Co. für sie gestorben sind.
 

Unisex: Dickpics sind kein Sexting

Warum Dickpics so wenig mit Sexting zu tun haben wie Donald Trump mit Menschenrechten.
 

Erzähl’ danach, wie es war!

Teil 9 der UniSex-Kolumne: Bei einer Studentin und einem Sexual- und Paartherapeuten haben wir nachgefragt, wie Frauen über Sex reden.
 
Konversation wird geladen