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GESELLSCHAFT

Raucherpause nur für Raucher:innen

Asche, Qualm und Zigarettenstummel [Foto: pixabay]
06.08.2021 13:04 - Magdalena Kensy

Die Zigarette zwischen den Fingern, das Feuerzeug klickt und bereits nach dem ersten Ziehen verbreitet sich Rauch in der Umgebung. Redakteurin Magdalena ist Nicht-Raucherin und wird es auch bleiben. Doch stört sie nicht das Rauchen an sich, sondern die Raucherpausen. 

Ein Kommentar von Magdalena Kensy 

Ob sich jemand dazu entscheidet, zu Rauchen, ist seine:ihre Sache. Das ist nicht mein Business. Jedoch sind Nicht-Raucher:innen, wie ich es bin, regelmäßig unter Rauchern unterwegs und erleben folgende Situationen mit: „Wo ist denn mein Feuerzeug plötzlich hin?“, „Ich muss mir noch eine neue Schachtel kaufen gehen“ oder der verzweifelte zehnte Versuch, das Rauchen aufzugeben, nur um sich dann bei der nächsten Gelegenheit eine Zigarette zu schnorren. Raucher:innen helfen einander, auch wenn sie sich nicht kennen. 

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In meinem Arbeitsumfeld ist der größte Teil dem Nikotin verfallen oder probiert sich an der „gesünderen“ Alternative, Dampfen mit Geschmack. Um es nochmal zu wiederholen, mein Problem ist nicht das Rauchen an sich. Ob sich die Menschen ihre Lunge verkohlen wollen, ist ihre freie Entscheidung. Besonders, da Raucher:innen über die Risiken Bescheid wissen und durch die Aufdrucke auf der Zigarettenpackung permanent daran erinnert werden. Mein Problem sind die Raucherpausen. Es scheint mir ganz so, als würden Raucher:innen öfter Pausen machen als Nicht-Raucher:innen. Der Nikotinentzug muss die Abhängigen gerade dazu antreiben, regelmäßig in den Raum zu rufen: „Ich gehe mal eine rauchen, kommt jemand mit?“ 

Glimmstängel und Rauchschwaden

Aber Achtung, diese Frage ist nicht automatisch an Nicht-Raucher:innen gerichtet. Dass diese Frage überhaupt gestellt wird, setzt voraus, dass sich andere Nikotin-Befürworter:innen im Raum befinden. Das Bereitmachen einer Person nach draußen an die frische Luft zu gehen und den Qualm in die Luft zu pusten, muss bei den anderen Raucher:innen ein Gefühl von Antrieb auslösen. Meistens ist die Antwort nämlich: „Ja klar, warte.“ Die Nicht-Raucher:innen bleiben zurück. 

Ich habe dieses Szenario bereits oft miterlebt. Auch, wenn ich als Nicht-Raucherin nicht angesprochen werde, gehe ich mit an die frische Luft und geselle mich in den Rauchkreis. Denn eine Raucherpause ist eine Zusammenkunft, die eine Gruppe verbindet. Sich selber auszuschließen, indem man zurückbleibt, hinterlässt ein Gefühl nicht dazuzugehören. Dennoch sollte man sich von einem Stängel zwischen den Fingern und dem Klicken von Feuerzeugen nicht abkapseln. Es bedarf dabei einer versiegelten Nase und genügend Abstand, um den Rauch auszuhalten, wenn er nicht durch den Wind weggetragen wird. Wenn der Rauch doch zu stark sein sollte, einfach zurück an die Arbeit gehen. Ich selbst sage nun häufiger mal: „Ich gehe mal kurz an die frische Luft.“ Warum sollte ich sie, auch ohne Glimmstängel zwischen den Fingern, nicht genießen können. 

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