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Prozent aller Frauen in Deutschland lassen sich zu Verhütungszwecken sterilisieren.

15.06.2022 10:17 - Saskia Ziemacki

Die Sterilisation ist endgültig und unterscheidet sich damit von allen anderen Empfängnisverhütungen. Dabei handelt es sich um die operative Durchtrennung der Eileiter. Die Spermien des Mannes können nicht mehr zur Eizelle gelangen, um sie zu befruchten und die Eizelle kann nicht mehr in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten. Bei der Monatsblutung, beim Gewicht und beim sexuellen Erleben sind keine Veränderungen zu erwarten.

Ärzt:innen empfehlen eine Sterilisation, wenn die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist, meist erst ab einem Alter von 35 Jahren. Bei einer mündigen und einwilligungsfähigen Person gelten in Deutschland dieselben gesetzlichen Regelungen wie für jede andere Operation. Ärzt:innen können eine gewünschte Sterilisation jedoch ablehnen, da sie nicht dazu verpflichtet sind.

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