Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

Monarchie und Extremismus

24.10.2012 01:49 - Friedrich von Einhalt



Die bürgerlichen Revolutionen nahmen dem Adel einst seine Privilegien. Das heutige Bürgertum nimmt ihm seine Würde und lässt unseren erhabenen Stand nur noch als kitschtriefende Touristenattraktion erscheinen.

Wem darüber hinaus die bürgerliche Demokratie nicht als Beste aller möglichen Welten gilt, wird von den Behörden als gefährlicher Extremist eingestuft. Wo zudem eine Verwechselung mit linken Revolutionsromantikern und bärtigen Muslimen ausgeschlossen ist, wird die Diagnose besonders unverschämt: Rechtsextrem heißt man uns Kaisertreue. Wie Hitler!

Ganz abgesehen davon, dass der Faschismus eine zutiefst bürgerliche Ideologie darstellt, ist zu fragen, was aus dieser Gleichsetzung denn für eine praktische Konsequenz erwachsen soll. Will der Bürger etwa, dass der Verfassungsschutz eines Tages sein altes Tantchen aus ihrem Kaffeeklatsch zum Verhör schleppt, weil diese meint, ein Königshaus stünde auch Deutschland gut zu Gesichte? Soll sie dies nicht sagen dürfen, während Killernazis und der Ku-Klux-Clan unbehelligt bleiben? Bevorzugen wir am Ende nicht alle den guten Kaiser gegenüber dem schlechten Kanzler? In einer Zeit, die nicht mehr unterscheiden kann zwischen naturwüchsiger, gottgewollter Herrschaft und plumper Kraftmeierei, gilt es, den monarchistischen Standpunkt wieder in aller Deutlichkeit zu vertreten. Wir stehen zur Monarchie, wie wir zu zu Guttenberg stehen und wir wollen dem pfefferminzpastillenlutschenden Studentenvolk nicht länger verschweigen, dass seine einzige Freiheit in der Freiheit besteht, ein Bürger zu sein.

Hochachtungsvoll,
Friedrich von Einhalt

 

/Beyond Borders/

Go Abroad, Take an Adventure and See the World with Different Eyes

For our second story in the section Beyond Borders, Stefanie from Italy tells us about her start at the University of Duisburg-Essen and how she managed to feel comfortable miles away from home.
 

Beyond Borders: Some things are just different in Iceland

We are starting a new series where students talk about their experiences abroad. Our first story comes from akduell-editor Daniel Veutgen, who is currently on a student exchange in Iceland.
 

Nicht nur gehörlos, sondern auch unsichtbar

Laut dem Deutschen Gehörlosenbund e.V. leben in Deutschland rund 80.000 Gehörlose. Die mangelhafte Sichtbarkeit dieser Menschen und der Gebärdensprache erschwert ihnen den Alltag. Warum es wichtig ist, das zu ändern, haben Sigrid Mölders, Schulleiterin der LVR-David-Ludwig-Bloch-Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, und Alina, Studentin der Sozialen Arbeit an Universität Duisburg-Essen (UDE), der akduell verraten.
 
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