Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

Ich bin Veggie, ihr Schweine!

Ohne Fleisch bin ich so happy, wie diese beiden Schweinchen.

[Symbolbild: pixabay]

19.08.2019 15:03 - Lena Janßen

2017 habe ich mich entschieden vegetarisch zu leben. „Das ist doch Mangelernährung, die du da betreibst.“ Seit zwei Jahren ertrage ich nun solch lasche Bemerkungen. Doch damit ist jetzt Schluss.

Ein Kommentar von Lena Janßen

„Hier, die frische Mettwurst, die isst du doch so gerne“, sagte meine Oma und stellte die Wurstplatte direkt vor meiner Nase ab. Nach dieser Aussage war mir sogar der Appetit auf den Wirsing vergangen, obwohl der Wirsing das Einzige war, das ich essen konnte. Meine Familienmitglieder wissen alle genau: Lena isst kein Fleisch.

Nachdem ich mich 2017 entschied fleischfrei zu leben, war der erste Kommentar eines Freundes dazu: „Dann werden wir wohl nicht mehr zusammen essen gehen können.“ Klar, außerhalb der eigenen vier Wände isst man nur, wenn es auch ein ordentliches Stück Fleisch zwischen die Kauleisten gibt. Es ist kein Hexenwerk ein Lokal zu finden, in dem man vegetarisch essen kann. Seitdem reihen sich dumme Bemerkungen von Menschen in meinem Umfeld aneinander. „Ich mag keine Vegetarier, denn die essen meinem Essen das Essen weg“, ist wohl der „Witz“, der mir bisher am häufigsten um die Ohren gehauen wurde.

Respektiert meine Entscheidung einfach.

Ich bin es leid, mich für die Entscheidung auf Fleisch zu verzichten, rechtfertigen zu müssen. Respektiert meine Entscheidung einfach. Es geht euch nichts an, warum ich verzichte. Ich entscheide selbst, wie ich mich ernähre und dafür möchte ich ernst genommen werden. Es fuckt mich schon ab wenn ich jemanden erzähle, dass ich Vegetarierin bin und die Antwort lautet: „Kein Problem.“ Ja, es gibt ja auch kein Problem. Ich kann auch über eure Vegetarier*innen Witze nicht lachen, denn ich finde, die sind alles, aber bei bestem Willen nicht lustig. Wenn mir jemand erzählt, dass er*sie Fleisch isst, dann respektiere ich das und das ist für mich selbstverständlich.

Bildquelle: Lizenzfreies Foto von pixabay

Rechtsextreme und Biker*innen in Essen: Versuch einer Vernetzung

Zu einer Demo gegen Fahrverbote kamen am Essener Messegelände in Rüttenscheid nur 300 Menschen. Die Hälfte davon waren Rechtsextreme.
 

Warum Deutsche nicht schuld sein wollen

Samuel Salzborn erklärt, warum ein Großteil der Deutschen noch immer nichts mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zu tun haben will.
 

Soziokulturelles Zentrum kurz vor dem Ziel?

Das Kulturdezernat der Stadt Duisburg könnte für die Stadtratssitzung am 15. Juni eine Beschlussvorlage einreichen.
 
Konversation wird geladen