Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

Habe Mut, spende Blut!

Die Patient*innen des Uniklinikums Essen brauchen dringend mehr Blutkonserven (Foto: seg)

09.01.2018 16:44 - Julia Segantini



Eher schleppend läuft derzeit die Blutsbande-Aktion der Blutspendezentrale des Universitätsklinikum (UK) Essen , höchtens acht Studierende spenden am Tag ihr Blut. Bis Montag, 29. Januar sollen noch 300 Blutspenden erreicht werden. Dafür winken eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro und bei Erfolg der Aktion 2.000 Euro Preisgeld für die Fachschaftenkonferenz. Bis dahin stehen jeden Montag Helfer*innen des UK am Campus Essen bereit, um Blutspenden entgegen zu nehmen.

Das gespendete Blut geht direkt an jene Menschen in Essen, die es auch benötigen. „So profitieren das Uniklinikum, da es nicht extern einkaufen muss, aber auch die Studierenden, da sie in einer Freistunde für eine gute Tat eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro erhalten“, sagt Matthias Sommer vom Autonomen Fachschaftenreferat. Bisher hätten allerdings erst viel zu wenig Studierende an der Aktion teilgenommen. Laut www.blutsbande.org, wurde noch nicht einmal ein Viertel des Spendenziels erreicht, das sind zirka 70 Spenden insgesamt – obwohl die Aktion bereits seit Semesterbeginn läuft. „Wir müssen aber auch selbstkritisch sein: Die Fachschaften könnten viel mehr Werbung machen“, räumt Matthias ein.

Diese Aktion sei ein letzter Versuch, damit die Station am Hauptcampus Essen nicht schließen muss. „Da das Personal bezahlt werden muss, müssen mehr Spenden ankommen, damit die Wirtschaftlichkeit aufrecht erhalten werden kann“, sagt er. Sollte die Marke von 300 Spenden bis Ende Januar erreicht werden, erhalten die Fachschaften einen Geldpreis von 2.000 Euro von der Stiftung Universitätsmedizin Essen. Wofür die 2.000 Euro genutzt werden, würde auf einer Fachschaftskonferenz entschieden werden, heißt es vom Fachschaftenreferat. „Wir haben da an eine Anschaffung gedacht, die gemeinschaftlich genutzt werden kann. Zum Beispiel Bierzeltgarnituren oder Pavillons, die sich alle Fachschaften ausleihen könnten“, schlägt Matthias vor. Das Ziel sei bewusst hoch gesteckt worden, da die Fachschaften nicht zwangsläufig auf das Geld angewiesen seien und es eher um die Sache an sich ginge. Sie rufen deshalb noch einmal alle Studierenden dazu auf, die Spendenaktion wahrzunehmen. „Verglichen mit dem, was du mit deiner Blutspende bewirken kannst, ist dein persönlicher Aufwand sehr gering: zirca eine Stunde deiner Zeit und einen halber Liter deines Blutes“, heißt es auf der Internetseite der Aktion.

Außerdem solle die Maßnahme auch die Spendenstation bekannter machen, damit Studierende diese weiterhin nutzen können, und „alle drei Parteien (Patienten, Uniklinikum und Studis) profitieren, quasi eine win-win-win-Situation“, so Matthias. Die Aktion läuft noch bis einschließlich 29. Januar im Gebäude T03 (viertes Obergeschoss, Raum C19 am Campus Essen) immer montags von 11 bis 13 Uhr. Am 15. Januar gibt es einen verlängerten Blutspendetermin von 11 bis 16 Uhr. Mitzubringen sind lediglich der gültige Personal- oder Reisepass oder, falls bereits vorhanden, der Blutspendeausweis.

Was passiert bei der Blutspende?

Damit der Körper den kommenden Blutverlust verkraften kann, sollte die Spende auf keinen Fall mit leerem Magen angetreten werden. Außerdem ist es ratsam, am Vortag nicht allzu fettig zu essen, da dies die Qualität des Plasmas beeinflussen kann. Zudem sollten vier Stunden vor der Spende keine Zigaretten konsumiert werden, da dies zur Verschlechterung der Blutkonserve beitragen kann. Spender*innen sollten außerdem den gesamten Tag über auf sportliche Aktivitäten verzichten.

Nach der Anmeldung erhalten die Spender*innen einen medizinischen Fragebogen, bei dem Informationen und Daten rund um die Gesundheit abgefragt werden. Danach folgt eine kurze ärztliche Untersuchung, bei der Blutdruck, Körpertemperatur und Puls gemessen und der Fragebogen besprochen wird. Durch Entnahme eines Blutstropfens wird zudem der Hämoglobinwert bestimmt. Zusätzlich ermittelt ein Schnelltest bei Erstspender*innen vorläufig die Blutgruppe, die später im Labor genau überprüft und schließlich auf den Blutspendeausweis gedruckt wird. Nach der Untersuchung findet die Spende unter Aufsicht von erfahrenen Helfer*innen statt. Dabei spendet er*sie 500ml Blut. Meist dauert die Prozedur nur einige Minuten und ist schmerzfrei. Am Schluss hat der*die Spender*in die Möglichkeit, die Blutkonserve anonym von der Weiterverwendeng auszuschließen, wenn die Person etwa wegen eines Infektionsrisiko weiß, dass das Blut ungeeignet ist, dies aber nicht vor anwesenden Freund*innen oder Bekannten zugeben möchte. Nach Abschluss der Spende ist es wichtig, genügend zu essen, zu trinken und zu entspannen, damit der Körper sich regenerieren kann.

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