Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

Fridays For Future: Globaler Klimastreik in Duisburg

2500 Menschen gingen in Duisburg für das Klima auf die Straße. [Fotos: Lena Janßen]
27.09.2021 14:12 - Lena Janßen

Am 24. September hatte die Organisation „Fridays For Future” zum erneuten Globalen Klimastreik aufgerufen. Deutschlandweit gingen in 472 Orten insgesamt 620.000 Menschen auf die Straße, um für Klimagerechtigkeit zu protestieren. Auch im Ruhrgebiet fanden Veranstaltungen statt, unter anderem in Duisburg. 

Es ist 16 Uhr, als sich der König-Heinrich-Platz vor dem Duisburger Einkaufszentrum in der Innenstadt langsam mit Menschen füllt. Die Ortsgruppe von „ Fridays For Future” hat eine kleine Bühne aufgebaut, auf der später Redebeiträge und Musik zu hören sein werden. Nach einiger Zeit wird der Platz immer voller, insgesamt sind 2500 Duisburger:innen gekommen, um für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren – alle mit Maske und Abstand. 

Einige von ihnen haben Plakate gebastelt. Darauf zu lesen ist unter anderem „Klima ist wie Bier. Warm gleich scheiße.” oder „System change, not climate change”. Lara* und Simone* studieren an der Universität Duisburg-Essen und nehmen ebenfalls an der Demonstration teil. „Gerade vor der Wahl am Sonntag ist es wichtig, nochmal ein Zeichen zu setzen. Wir haben keine Zeit mehr für Ausreden und Rumeiern”, sagt Lara. Simone nickt bei Laras Worten mit dem Kopf und ergänzt: „Je mehr Menschen für unser Klima auf die Straßen gehen, desto mehr Eindruck verschafft es. Das hoffe ich zumindest!” Beide Frauen sind sich einig, dass Klimagerechtigkeit ab sofort eine Priorität der führenden Politiker:innen werden müsse.  

„RWE den Saft abdrehen”

Kurz nach 16 Uhr beginnen die ersten Redebeiträge. Auch für die Ortsgruppen „Students For Future” und „Parents For Future” sind Sprecherinnen vor Ort. Sie fordern unter anderem den Kohleausstieg, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und den Rückgang der  CO2-Emissionen. Nach jedem Redebeitrag hört man Gejubel und Klatschen. Auf einem großen Banner steht „RWE den Saft abdrehen”, auch darauf nehmen die Redner:innen in ihren Beiträgen Bezug.  

Um 16.45 Uhr bildet sich allmählich der Demonstrationszug. Durch Boxen im Kofferraum eines Autos schallt laut Musik, die ersten Sprechchöre werden skandiert. „Kohle, Stopp. Kohle, Stopp”, schallt es immer wieder. Einige Teilnehmende bewegen sich zur Musik, andere halten ihre Schilder in die Höhe. In Richtung des Stadttheaters bewegt sich die Menge dann einmal quer durch die Innenstadt. 

*Namen von der Redaktion geändert 

In unserer Fotostrecke könnt ihr euch einen Eindruck des Klimastreiks in Duisburg verschaffen:  
 

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