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GESELLSCHAFT

Beziehungsweise

Das Ende einer Freundschaft

19.12.2019 08:51 - Lena Janßen

Nach dem Ende einer Beziehung heißt es oft: geh raus und lenk dich mit deinen Freund*innen ab, unternimm etwas mit ihnen. Hauptsache nicht zu viel allein sein mit sich und den Gedanken um die Trennung. Doch was ist, wenn der Auslöser des Kummers gar keine romantische Beziehung ist, sondern eine Freundschaft, die zu Ende gegangen ist?

*Marie und *Dina sind seit fünf Jahren befreundet, als Marie mit der Zeit feststellt, dass sie sich in ihrer Freundschaft nicht mehr wohl fühlt. Immer häufiger kommt es zwischen ihnen zu Konflikten, sie treffen sich nur noch selten und Marie ist mehr und mehr von Dinas Verhalten und ihren Aussagen enttäuscht. Zu Beginn versucht sie noch mit Dina zu sprechen: „Wir hatten uns versprochen immer ehrlich zueinander zu sein. Das war für uns ein Grundstein für eine gute Freundinnenschaft.“

 

Nach einem offenen Gespräch der Beiden verspricht Dina etwas zu ändern, entschuldigt sich. Doch Marie merkt nach mehreren Wochen keine Veränderung, ist weiterhin enttäuscht und sucht erneut das Gespräch. Dieses Mal nimmt Dina ihre ehrlichen Worte nicht gut auf. „Von jetzt auf gleich war Dina wahnsinnig wütend und warf mir gemeine Dinge an den Kopf. So könnte ich mit meinen anderen Freunden reden, sagte sie“, berichtet Marie. Nach diesem Streitgespräch bricht der Kontakt ab, Dina meldet sich nicht mehr, beantwortet keine von Maries Nachrichten. Ihr ist klar: Die Freundschaft ist vorbei.

Durch den Schmerz hindurch

Obwohl Marie klar ist, dass die Beziehung zu ihrer Freundin Dina in der vergangenen Zeit toxisch für sie war und sie sich nicht mehr wohl gefühlt hat, leidet sie unter der Trennung. „Zuerst war da ein Gefühl der Erleichterung, doch nach einigen Tagen war ich wirklich traurig. Ich hatte durchaus Liebeskummer.“ Marie tut sich mit dem Loslassen schwer. Fotos auf ihrem Handy und auch Dinas Instagram Profil konfrontieren sie immer wieder mit ihr und erinnern sie an die guten gemeinsamen Zeiten: „Die Liebe, die ich für Dina empfunden habe, die geht nicht von heute auf morgen. Es gab immer einen Grund, warum ich sie mochte. Und ein Teil davon wird sicher auch immer bleiben.“ 

Nachts träumt Marie oft von Dina, vermisst sie und überlegt, sich wieder bei Dina zu melden. Am Ende siegt Maries Vernunft: „Tief im Innern wusste ich, dass wir unsere Freundinnenschaft nicht mehr so hinbekommen würden, wie sie einmal war. Aber das ist okay. Manchmal muss man Menschen gehen lassen.“ Marie beginnt, ihren Schmerz über die Trennung ernst zu nehmen, gibt ihm Raum und verarbeitet so das Ende dieser Freundschaft: „Man darf sich scheiße fühlen, wenn eine Freund*innenschaft endet, das sind echte Gefühle, echter Kummer.“ Heute blickt sie mit einem neutralen Gefühl auf ihre gemeinsame Zeit mit Dina zurück und konzentriert sich auf die Freundschaften, in denen sie sich wohl fühlt.

*Namen von der Redaktion geändert

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