Studentische Monatszeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet

GESELLSCHAFT

Black Lives Matter: 5.000 Menschen bei Demo in Dortmund

Eine klare Forderung: Black Lives Matter. [Fotos: David Peters]
08.06.2020 13:30 - David Peters

Am 6. Juni fanden deutschlandweit Demonstrationen in Solidarität mit George Floyd statt. Dieser wurde in den USA brutal von einem Polizisten getötet. Zur Demonstration am Dortmunder Hansaplatz erschienen rund 5.000 Menschen.

Es war eine der größten Demonstrationen, die Dortmund in den letzten Jahren gesehen hat. 5.000 Menschen wollten auf dem Hansaplatz ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt setzen. Anlass dafür war der Tod von George Floyd. Der Afroamerikaner  wurde bei einer Festnahme durch einen weißen Polizisten getötet, der 8 Minuten und 46 Sekunden auf dem Genick des Opfers kniete. Zwei Mediziner*innen der Universität Michigan stellten bei seiner Autopsie einen Tod durch Ersticken fest. In Erinnerung an die wiederholten Ausrufe Floyds („I can’t breathe“) tragen einige der Demonstrierenden in Dortmund T-Shirts oder Schutzmasken mit dem Zitat.

Doch nicht nur den Todesfall Floyd nehmen sich die Demonstrant*innen zum Anlass. Sie beklagen, dass es auch in Deutschland immer wieder rassistische Gewalt durch Polizist*innen gebe. Die USA und Deutschland seien sehr unterschiedlich und doch gebe es Gemeinsamkeiten, erklärte die Vorsitzende des Integrationsrats der Stadt Dortmund, Aysun Tekin: „Es gibt eine Sache, die diese so unterschiedlichen Länder gemeinsam haben, und zwar ihren Nicht-Umgang mit institutionellem Rassismus.“ Sie meint damit, dass Rassismus nicht als Problem des Systems wahrgenommen wird, vor allem nicht von den Verantwortlichen bei der Polizei, Justiz oder Politik.

Für Kevin Matuke, dem Landesvorsitzenden des African Network NRW, war die Demo ein voller Erfolg. Man habe mit lediglich 1.000 Demonstrant*innen gerechnet – es kamen aber wesentlich mehr, auch aus anderen Städten. Trotz des gut gefüllten Hansaplatzes zeigte sich auch die Polizei sehr zufrieden. Aufgrund der Infektionsgefahr war eine Maskenpflicht für die Demonstrierenden angeordnet wurden, diese sei anstandslos eingehalten worden.

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